Dortmund verkürzt Abstand zu Bayern
BVB stürzt Bayer in noch größere Nöte

Borussia Dortmund hat sich im Meisterschaftskampf zurückgemeldet und Bayer Leverkusen mit Trainer Klaus Toppmöller in noch größere Nöte gestürzt. Durch den viel zu knapp ausgefallenen 2:0 (2:0)-Erfolg über den bisherigen Angstgegner verkürzte der BVB den Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München auf sieben Zähler, während den tief gesunkenen Bundesliga-"Vize" nur noch ein Punkt von einem Abstiegsplatz trennt.

HB/dpa DORTMUND. Vor 67 600 Zuschauern im Westfalenstadion erzielten am Sonntag Ewerthon (3.) und Jan Koller (26.) die Tore für den BVB, der damit im 21. Heimspiel in Serie unbesiegt blieb. Neben den Punkten verlor Bayer auch Yildiray Bastürk, der wegen groben Foulspiels in der 6. Minute vom Platz gestellt wurde. Im nächsten Spiel in Bochum fehlt zudem Carsten Ramelow (5. Gelbe Karte).

"Warum sollen wir nicht deutscher Meister werden. Das ist auf jeden Fall unser Ziel", verkündete Matchwinner Koller nach dem hochverdienten Sieg. "Wir sind nun auf Platz zwei vorgerückt und die Saison ist noch lang". Dagegen versucht Bayers Geschäftsführer Reiner Calmund, trotz der immer prekäreren Lage nicht in Panik zu verfallen. "Wir werden nun nicht auf den Spielern herumhacken, sondern für Ruhe im Verein sorgen", versprach er. "Alle haben sich bemüht. Aber das Spiel war für uns schon sehr früh verloren. Du liegst 0:1 hinten, kriegst einen Platzverweise, da hat man gesehen, dass die Nerven in dieser Situation bei uns blank liegen", analysierte er nach der ersten Punktspiel-Niederlage seines Clubs gegen den BVB seit 1999.

Die von Beginn hektische, turbulente Partie war für die Gäste in der Tat früh verloren. Die verunsichert wirkende Hintermannschaft um Nationalspieler Ramelow, der Kapitän Jens Nowotny (Kreuzbandriss) als Abwehrchef vertrat, hatte sich noch gar nicht richtig formiert, da lag Bayer schon hinten. Ewerthon lief nach Marcio Amorosos Freistoß allein auf Hans-Jörg Butt zu und ließ dem Keeper bei seinem zehnten Saisontreffer nicht den Hauch einer Chance. Drei Minuten später sah Bastürk Rot, da er an der Mittellinie Ewerthon rüde umgrätschte.

Nachdem Ewerthon (12.) das 2:0 verpasst hatte, erholten sich die Gäste vom Doppelschock und gestalteten die Partie offener. Allerdings blieben sie nur bei Standardsituationen gefährlich. Nationalspieler Bernd Schneider, der sich neben dem diesmal überzeugenden Keeper Butt als einziger Gäste-Akteur wehrte, aber meist vergeblich um Spielfluss bemühte, verzog drei Freistöße (11./14./36.) knapp. Der als Schütze und Ballverteiler überragende Koller war erfolgreicher und sorgte gegen die löchrige Bayer-Abwehr für die Vorentscheidung. Amoroso (41./45.) und Koller (45.) verpassten eine deutlichere Pausenführung.

Nach dem Wechsel ließen es die Gastgeber gegen die sichtlich angeknockten Leverkusener, die sich beinahe wehrlos ihrem Schicksal ergaben, lockerer angehen. Toppmöller, dessen Stuhl nun immer mehr wackelt, wechselte zwar frische Kräfte ein, doch an den Kraft- Verhältnissen änderte sich nicht viel. Mit Konterfußball im eigenen Stadion blieb Borussia gefährlicher als der Widersacher. Einziges Manko blieb die Chancenverwertung: So rettete Daniel Bierofka bei Wörns' Kopfball auf der Linie (74.). Auf der Gegenseite klärte Frings bei Ramelows Schuss im letzten Augenblick (77.) zur Ecke.

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