Dortmunder Eckhardt wird Sechster
Olympia-Neuling Lusch trifft Silber

Der "Joker" hatte gestochen - und konnte sein Medaillen-Glück lange nicht fassen: Olympia-Neuling Christian Lusch hat in Athen im Liegend-Match mit dem KK-Gewehr Silber getroffen. Mike Eckhardt schoss dagegen ebenso an der erhofften Medaille vorbei wie Sonja Pfeilschifter, die erneut keinen Frieden mit Olympia schließen konnte.

HB ATHEN. Lusch wandelte damit acht Jahre nach Olympiasieger Christian Klees (Eutin) in der olympischen Erfolgsspur. Der 23-jährige BWL-Student aus dem südbadischen Bühl-Eisental, der vor dem Wettkampf vom Schützen-Mannschaftsleiter Heiner Gabelmann hoffnungsvoll als der "Joker" im Team bezeichnet worden war, musste sich am Freitag mit 702,2 Ringen nur Weltmeister Matthew Emmons (USA/703,3) beugen. Bronze holte mit der besten Finalleistung Sergei Martynow (Weißrussland/701,6).

"Ich bin einfach nur glücklich. Ich wollte unbedingt ins Finale. Jetzt bin ich Zweiter. Ganz klar: Ich habe Silber gewonnen und nicht Gold verloren", sagte der bisher international weitgehend unbekannte Lusch. Ein dritter Platz beim Olympiatest im April war zuvor sein bestes Resultat gewesen. "Das Ergebnis war nicht nur die Olympia- Quali, sondern hat auch Sicherheit gegeben", bemerkte der im Finale stürmisch angefeuerte Silbermedaillen-Gewinner. Erst nach der Siegerehrung konnte der Regionalligaschütze seine Freundin Andrea Feist, Vater Manfred sowie die 13 angereisten Kameraden aus dem Schützenverein Schartenberg umarmen. Die richtige Feier verschob er aber. "Am Sonntag rechne ich mir auch im Dreistellungskampf Chancen aus", kündigte Lusch weitere Großtaten an.

Für Maik Eckhardt (Dortmund/697,7) langte es nach der schlechtesten Finalserie, in der er genau so viel Neunen wie in den 60 Schüssen des Vorkampfes traf, zum sechsten Rang. Olympiasiegerin im Dreistellungskampf mit dem KK-Sportgewehr (3 x 20 Schuss) wurde die in der Bundesliga für Affalterbach schießende Russin Ljubow Galkina. Sie behauptete sich mit dem olympischen Finalrekord von 688,4 Ringen vor der Überraschungs-Zweiten Valentina Turisini (Italien/685,9) und der Chinesin Wang Chengyi (685,4).

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