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Dortmunder Zwischenhoch beendet: 0:1 in Bielefeld

Bei Borussia Dortmund waren die Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend nur von kurzer Dauer. Nach zuletzt zwei Siegen unterlag der Krisen geschüttelte Revierclub bei Arminia Bielefeld mit 0:1 (0:1) und verpasste damit die Chance, sich aus der unteren Tabellenhälfte zu befreien.

dpa BIELEFELD. Bei Borussia Dortmund waren die Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend nur von kurzer Dauer. Nach zuletzt zwei Siegen unterlag der Krisen geschüttelte Revierclub bei Arminia Bielefeld mit 0:1 (0:1) und verpasste damit die Chance, sich aus der unteren Tabellenhälfte zu befreien.

Vor 26 600 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena sorgte der Bielefelder Torschütze Delron Buckley (8.) im Dortmunder Lager für Ernüchterung. Anders als bei den unglücklichen Niederlagen in Leverkusen und Kaiserslautern erwies sich die Abwehr der Arminia diesmal als sattelfest und war Garant für den zweiten Heimsieg. Nach wiederholtem Foulspiel sah BVB-Abwehrspieler Niklas Jensen in der 58. Minute die Gelb-Rote Karte.

Die Freude über den ersten Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen war bei Arminia-Trainer Uwe Rapolder groß: "Wir haben aus unseren Mitteln das Optimale heraus geholt und in der ersten Halbzeit phasenweise am oberen Limit gespielt." Ähnliches konnten die Borussen von sich nicht behaupten. Dementsprechend negativ viel das Fazit von Manndecker Christian Wörns aus: "Anders als bei den Siegen in Berlin und gegen Leverkusen haben wir uns nicht als Mannschaft sondern als Einzelspieler präsentiert."

BVB-Trainer van Marwijk hatte der gleichen Mannschaft vertraut, die zuletzt beim 1:0 gegen Leverkusen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugt hatte. Doch die Rechnung des Niederländers, erneut auf eine eher defensive Taktik zu setzen, ging zunächst nicht auf: Schon nach acht Minuten lag sein Team hinten. Nach Flanke von Fatmir Vata nutzte Buckley den Blackout seines Gegenspielers Andrej Bergdölmo und erzielte mit seinem achten Saisontreffer das 1:0.

Diese frühe Führung kam der Kontermannschaft aus Bielefeld sehr gelegen: Gegen eine ideenlos und statisch spielende Borussia zog sie sich zurück und wartete auf die Chance zu schnellen Angriffen. Schon fünf Minuten nach der Führung war Patrick Owomoyela auf und davon, traf aber nur das Außennetz. In der 42. und 44. Minute war Buckley zwei Mal seinem neunten Saisontreffer nahe. Gute Aktionen der Gäste blieben dagegen Mangelware. Nur bei einem Schuss von Florian Kringe (1.) und einem Kopfball von Sebastian Kehl (45.) war Torgefahr erkennbar.

Daran sollte sich nach Wiederanpfiff wenig ändern. Wie schon in den ersten 45 Minuten fehlten dem BVB die Mittel, um den Aufsteiger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Zudem musste der Gast nach einem unnötigen Foulspiel von Jensen ab der 58. Minute mit zehn Spielern auskommen. Danach begann die stärkste Phase der Borussia, die sich in Unterzahl zwei Chancen von Ewerthon (69./73.) erarbeitete. Doch mit viel Geschick rettete die Arminia den verdienten Sieg über die Zeit und war in der hektischen Schlussphase dem 2:0 näher als die Borussia dem Ausgleich.

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