Dosenpfand soll Arbeitsplätze sichern
Getränke werden durch Abgaben 2003 teurer

Allein durch die erneute Anhebung der Ökosteuer zum 1. Januar würden Getränkelieferanten pro Lastwagen und Jahr um 1600 Euro zusätzlich belastet, teilte am Donnerstag in Düsseldorf der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels mit. Hinzu käme dann auch noch die Maut für schwere Lastwagen, die zum 1. Juli eingeführt werden sollte.

HB/dpa DÜSSELDORF. Je Getränkekasten bedeute diese neue Autobahn-Gebühr bis zu 10 Cent Mehrkosten. Diese Belastungen würden auf die Preise durchschlagen.

Das zum 1. Januar 2003 geplante Dosenpfand in Deutschland sichert nach Einschätzung des Getränkefachgroßhandels tausende Arbeitsplätze. Mit dem Pfand auf Einweg-Getränkeverpackungen werde das Mehrwegsystem kurz vor dem Kollaps gerettet, betonte der Geschäftsführende Vorstand des Verbandes, Günther Guder. Die Mehrwegquote bei Getränkeverpackung sei auf 54 % abgerutscht. Beim Zusammenbruch des Mehrwegsystems wären 250 000 Arbeitsplätze gefährdet. Der Fachgroßhandel sei auf das Dosenpfand vorbereitet. "Wir stehen Gewehr bei Fuß", schilderte Guder mit Blick auf die Mehrwegangebote und Einweg-Rücknahmetransporte.

Durch die Hände des Getränkefachgroßhandels gehen bundesweit 79 % des Bier-, 88 % des Mineralwasser- und 45 % des Fruchtgetränkeabsatzes. Mischgetränke werden bei den Bundesbürgern immer beliebter. So sei der Absatz von Bier-Mischgetränken wie Bier und Cola im ersten Halbjahr 2002 im Einzelhandel um gut 38 % auf fast eine Million Hektoliter gestiegen, teilte der Verband mit. Über 60 % davon gingen in der 0,5-Liter-Dose über den Ladentisch. Stark zugelegt habe die Nachfrage auch bei hochprozentigen Mischgetränken, den so genannten Alcopops, die insbesondere in den Szenekneipen ein Renner seien.

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