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DoubleClick: Enttäuscht und abgestürzt

DoubleClick enttäuschte die Anleger vor Ostern mit einem schlechten Quartalsergebnis. Der Verlust beträgt 48 Cents je Aktie.

Im Vergleichsquartal des Vorjahres fiel der Fehlbetrag mit 16 Cents je Aktie noch deutlich geringer aus. Auch für das Gesamtjahr sehen die Aussichten nicht besser aus. Während die Internetwerbeagentur im Januar noch von einem Gewinn in der Spanne von sieben bis neun Cents je Aktie ausging, prognostiziert das Unternehmen jetzt für das Gesamtjahr 2001 einen Verlust zwischen 18 und 22 Cents.

Die Umsatzentwicklung konnte dagegen überzeugen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,4 Prozent auf 114,9 Millionen Dollar. Analysten hatten nur mit einem Wachstum auf 109 Millionen Dollar gerechnet. Aber auch hier sind die Zukunftsaussichten weniger erfreulich. Statt der von Analysten erwarteten 524 Millionen Dollar prognostiziert das Management für das Gesamtjahr nur einen Umsatz zwischen 425 und 450 Millionen Dollar.

Als Ursache für die trüben Aussichten gab Finanzchef Stephen Collins die allgemein schwache Wirtschaftslage an. Viele dot.com Unternehmen haben das Werbebudget deutlich gekürzt oder seien bereits bankrott, so Collins.

Die Aktie notiert nach Handelsbeginn mit einem Minus von rund acht Prozent. Die Brokerhauser Merrill Lynch und Salomon Smith Barney stufen den Wert auf "neutral" ab. Für Merrill Lynch Analyst Henry Blodget bleibt die Aktie jedoch langfristig ein "Kauf".

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