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Dow Chemical bewertet US-Chemie-Industrie als nicht länger wettbewerbsfähig

Der größte amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical hält die Chemieindustrie in den USA für nicht länger international konkurrenzfähig. Ursache seien die hohen Erdgaspreise, sagte der künftige Vorstandschef Andrew Liveris in einem Gespräch mit der "Financial Times" (Donnerstagausgabe).

dpa-afx LONDON. Der größte amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical hält die Chemieindustrie in den USA für nicht länger international konkurrenzfähig. Ursache seien die hohen Erdgaspreise, sagte der künftige Vorstandschef Andrew Liveris in einem Gespräch mit der "Financial Times" (Donnerstagausgabe). Dow Chemical werde daher bevorzugt in anderen Ländern expandieren.

Liveris kritisierte die seiner Ansicht nach verfehlte Energiepolitik in den USA. Es seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Erdgaskraftwerke gebaut worden, was zu einem raschen Schwund bei den heimischen Erdgasvorkommen und zu einer erheblichen Zunahme der Nachfrage geführt habe. Unter dem damit verbundenen Preisanstieg hätten dann Unternehmen aus der Chemie-, Papier- und Aluminiumbranche zu leiden gehabt.

Dow Chemical hatte im vergangenen Jahr bereits 3 500 Stellen gestrichen, viele davon in den USA. In diesem Jahr sollen noch einmal 3 000 Jobs dem Rotstift zum Opfer fallen. Laut Liveris will das Unternehmen nun unter anderem in China, Indien und Brasilien expandieren.

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