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Dow dreht in die Gewinnzone

Der Abwärtstrend der New Yorker Börsen ist gegen Mittag vorerst gestoppt. Der Dow Jones Index hat in die Gewinnzone gedreht. Der Nasdaq Index notiert nur noch leicht im Minus. Die Börsen zeigen in dieser Woche keine klare Tendenz. Lediglich die Softwareaktien schlagen heute eine eindeutige Richtung ein: Die Kurse fallen. Chipwerte dagegen können sich am Freitag nicht so recht entscheiden. Nachdem sie im frühen Handel stark verloren haben, sind sie gegen Mittag wieder äußerst gefragt.

Anleger nehmen es Oracle sichtlich übel, dass der zweitgrößte Softwarehersteller der Welt gestern eine Gewinnwarnung veröffentlicht hat. Leiden muss jetzt auch die Konkurrenz. Am Freitag stufen Analysten alles ab, was auf dem Softwaremarkt Rang und Namen hat. Goldman Sachs streicht elf Unternehmen von der Empfehlungsliste. Neben Oracle und Peoplesoft gehört auch Ariba zu den Abstufungs-Kandidaten. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch anderen Softwarefirmen ein schwieriger Monat bevorsteht", befürchtet Goldman Sachs. Morgan Stanley hat sogar die Einstufungen für 13 Firmen reduziert. Microsoft steht auf dem Verliererplatz des Dow Jones Indexes und auch die Kurse von Siebel, BEA Systems, Ariba, Peoplesoftware und i2 Technologies fallen.



Ganz oben auf der Verliererliste der Nasdaq steht Oracle. Das Unternehmen habe nicht damit gerechnet, dass sich die amerikanische Wirtschaft so schnell abkühle, so CEO Larry Ellisons Begründung für die Misere. Amerikanische Kunden haben ihre Ausgaben für Informationssoftware wegen der schlechten Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten zurückgeschraubt.



Investoren finden am Freitag mal wieder besonders Gefallen an den defensiven Werten. Auf der Gewinnerseite des Dow Jones Indexes steht der Konsumartikelhersteller 3M, Boeing und Exxon Mobil. Auch Tabak- und Pharma-Aktien sind gefragt.



Den Einzelhandelssektor belasten pessimistische Prognosen von The Gap. Die größte Bekleidungskette der USA warnt, dass das Ergebnis im ersten Quartal lediglich in einer Spanne von 10 bis 15 Cents pro Aktie liegen könnte. Die Umsätze von Geschäften die mindestens ein Jahr geöffnet sind, verzeichneten im Februar Einbrüche im unteren zweistelligen Prozentbereich. Zwar hatte das Unternehmen die Gewinnerwartungen des vergangenen Quartals um einen Cent schlagen können, musste jedoch einen Gewinnrückgang um 33 Prozent hinnehmen.

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