Dow Jones fällt nach Veröffentlichung des US-Großhandelsumsatzes
Wall Street schließt vor Bilanzsaison deutlich schwächer

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Dienstag auf breiter Front schwächer geschlossen.

Reuters NEW YORK. Händlern zufolge hatten Befürchtungen der Anleger, dass die Zahlen für das zweite Quartal in der bevorstehenden Bilanzsaison schlechter als erwartet ausfallen könnten, nach einem pessimistischen Gewinnausblick des weltgrößten Glasfaser-Kabelherstellers Corning deutlich zugenommen. Dadurch sei der Markt belastet worden. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss um 1,20 Prozent tiefer bei 10.175,64 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,44 Prozent auf 1181,52 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 3,15 Prozent auf 1962,79 Zähler nachgab.

Nach Angaben von Thomson Financial/First Call erwarten die Marktteilnehmer im Rahmen der Bilanzsaison in dieser Woche 300 Unternehmensberichte. Weitere 1500 sollen in den kommenden Wochen folgen, hieß es. "Der Markt ist bezüglich Ertragsmeldungen nervös und die Meldung von Corning hat sicher nichts zu seiner Beruhigung begetragen", sagte Matt Johnson von Lehman Brothers.

Unter den Standardwerten gerieten die Aktien von Corning unter Abgabedruck und erlitten Einbußen von 6,49 Prozent auf 14,12 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen gemeldet, es plane wegen der anhaltenden Schwäche des Telekommarktes Werksschließungen und den Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen. Außerdem werde es die jüngsten Analystenschätzungen für das Ergebnis der zweiten Jahreshälfte nicht erreichen, hiess es.

Andere im Glasfaserbereich tätige Unternehmen verloren ebenfalls an Boden. Die Papiere von JDS Uniphase ermäßigten sich um 8,09 Prozent auf 10,79 Dollar. Die Beteiligungspapiere von Lucent Technologies verloren 5,35 Prozent auf 6,01 Dollar. Zuvor hatte der Telekomausrüster bekannt gegeben, es werde seine Geschäftsbereiche in den kommenden Wochen reorganisieren, um seine Verkaufszahlen zu steigern.

Nach Händlerangaben standen auch die Aktien der Energiekonzerne Amerada Hess Corp und Triton Energy Ltd im Fokus der Anleger. Amerada Hess hatte vorbörslich ein Übernahmeangebot an Triton im Wert von 2,7 Milliarden Dollar in bar unterbreitet, um seine Marktstellung unter den weltweit tätigen Ölkonzernen zu stärken. Amerada Hess-Aktien gaben 2,53 Prozent auf 77,35 Dollar ab, während die Papiere von Triton um 48,6 Prozent auf 44,43 Dollar stiegen.

Zu den Verlierern gehörten die Papiere von Genentech Inc., die 15,85 Prozent auf 43,85 Dollar einbrachen. Zuvor hatte der Schweizer Pharmakonzern Novartis AG gemeldet, ein zusammen mit Genentech Inc. entwickeltes Mittel gegen Asthma habe die US-Gesundheitsbehörde (FDA) auf den Plan gerufen. Die Behörde hatte zunächst weitere klinische Daten für das zur Zulassung angemeldete Medikament Xolair angefordert. Novartis und Genentech wollen nun die Zulassung erneut im Jahr 2002 oder Anfang 2003 beantragen.

Unter massiven Druck gerieten die Titel des Bekleidungseinzelhändlers Factory 2 Stores Inc., -U die rund 35 Prozent auf 20 Dollar einbrachen. Zuvor hatte das Unternehmen einen Rückgang der Juni-Verkaufszahlen um 5,5 Prozent sowie eine unter den Analysten-Erwartungen liegende Gewinnprognose für das zweite Quartal gemeldet.

Für etwas Aufhellung sorgten dagegen die rege gehandelten Aktien von AT&T Corp, die deutliche Aufschläge von 10,37 Prozent auf 20,64 Dollar verbuchten, nachdem es über das Wochenende ein unerbetenes Kaufangebot im Volumen von 44,5 Milliarden Dollar für seinen Breitband-Bereich vom drittgrößten Kabelfernseh-Konzerns der USA Comcast Corp erhalten hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,24 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1865 Verlierer 1215 Gewinner, während 212 unverändert blieben. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von rund 1,64 Milliarden Aktien 2367 im Minus, 1373 im Plus und 366 unverändert. Am US-Rentenmarkt notierten die 30-jährigen richtungweisenden Bonds zuletzt 9/32 fester und erbrachten eine Rendite von rund 5,67 Prozent.

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