Dow Jones im Minus
Nasdaq verliert über 100 Punkte

Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index notieren im Minus. Der US-Technologieindex rutscht bereits nach wenigen Handelsminuten unter die wichtige Marke von 3000 Punkten. Nicht nur die pessimistischen Prognosen für die Netzwerkausstatter,sondern auch negative Kommentare zur künftigen Einnahmenentwicklung belasten die Wall Street.

Die Nettogewinne amerikanischer Unternehmen dürften 2001 um nur 2,1 Prozent zulegen. Das befürchtet zumindest Goldman Sachs Analyst Ed McKelvey. Verantwortlich für das langsamere Ertragswachstum sei die konjunkturelle Abkühlung. Der eindrucksvolle Anstieg der Produktivität der vergangenen Jahre dürfte sich als zyklisch entpuppen und durch das nachlassende Konjunkturwachstum leicht verwässert werden. Zudem sei auf der Lohnfront mit steigenden Kosten zu rechnen.



Die Abkühlung des Wachstums der operativen Gewinne im S&P 500 Index dürfte jedoch nicht so stark ausfallen. McKevey rechnet nach einem Anstieg von zehn Prozent in diesem Jahr, mit einem Anstieg von sieben Prozent in 2001. Die Unternehmen in diesem Index genießen robustere Produktivitätszahlen und sollten zudem von einem schwächeren US-Dollar profitieren.



Schlechte Nachrichten für Netzwerkausstatter belasten den Markt zum Wochenanfang. Investmentbank Morgan Stanley reduziert die Bewertung von Cisco, Juniper Networks und Redbacks Networks. Der Grund sind pessimistische Wachstumsaussichten.



Nicht nur die abkühlende US-Konjunktur, sondern auch die saisonale Nachfrageschwäche im ersten Quartal gefährden die derzeitigen Wachstumsprognosen. Morgan Stanley stuft das Kursziel von Cisco Systems von 90 auf 75 Dollar ab. Die Analysten reduzieren die Einstufung von Juniper Networks und Redback nach unten. Das Kursziel von Netzwerkausstatter Extreme Networks korrigieren sie von 135 auf 105 Dollar. Cisco und Juniper Networks stehen im frühen Handel auf der Verliererliste der Nasdaq.



Die Aktie von Oracle führt diese zur Stunde mit einem Minus von rund 13 Prozent. Denn Vizepräsident nimmt seinen Hut. Gary Bloom geht zu Veritas Software. Damit ist Bloom nach Ray Lane bereits der zweite führende Manager, der die Softwareschmiede verlässt. Marktbeobachter hatten Gary Bloom eigentlich als Nachfolger von CEO Larry Ellisons gehandelt. Vorerst wird Oracle Gary Blooms Aufgaben auf mehrere Mitarbeiter verteilen. UBS Warburg stuft nach Blooms Abgang Oracle herunter. Veritas Kurs beflügelt die Perspektive eines neuen Chefs.



Coca

-Cola führt die Liste der Dow-Verlierer an, nachdem der Gertränkekonzern Interesse an Quaker Oats, einem Hersteller von Frühstücksflocken und Sportgetränken bekundete. Nach Angaben der New York Times und des Wall Street Journals hat sich Quakers Aufsichtsrat am Wochenende getroffen, um Angebote von Coca-Cola und dem französischen Konzern Danone zu diskutieren. Man hätte sich daraufhin auf Coca-Cola als Käufer geeinigt. Vor zwei Wochen hatte das Unternehmen ein 14,8 Milliarden hohes Angebot von PespiCo abgelehnt. Pepsis und Coca-Colas großes Interesse gilt besonders Quakers Produkt Gatorade, das 84 Prozent des Marktanteils auf dem amerikanischen Sportgetränkebereich innehält. Im vergangenen Jahr hat Quaker 40 Prozent seines Gewinns mit Gatorade erwirtschaftet.



Boeing

startet stärker in den Tag. Der weltgrößte Flugzeugbauer will nach eigenen Angaben die umsatzstarken und schnell wachsenden Bereiche Satelliten und Kommunikation abspalten, um den Shareholder Value zu erhöhen.



Gute Nachrichten für die sonst so geschröpfte Telefongesellschaft WorldCom. Die US-Justizabteilung hat der Akquisition von Intermedia Communications zugestimmt. Dazu wird Worldcom bis auf den Bereich, der das Web-Hosting Unternehmen Digex kontrolliert, Intermedia Communications verkaufen. Worldcom notiert zum Handelsstart etwas stärker. Digex verliert leicht an Wert.



Unter Druck gerät heute Ebay. Lehman Brothers stuft das größte Internetauktionshaus der Welt von "kaufen" auf "neutral" ab: Begründung von Analystin Holly Becker: EBays Kerngeschäft lässt nach.



Trübe Stimmung herrscht bei Nortel, nachdem Stimmen laut wurden, dass einer oder sogar mehrere Kunden zu der Konkurrenz gewechselt haben sollen. Die Aktie notierte kurzzeitig auf ihrem 52 Wochentief. Anleger warten gespannt auf die Analystenkonferenz, die für morgen geplant ist.



Medtronic

verlor in den vergangenen zwei Handelstagen rund 15 Prozent an Wert. Die Sorge vor schwächeren Umsatzergebnissen belastet den Titel. Unter die Arme greifen der Aktie die Analysten von Credit Suisse. Sie stufen die Aktie auf "aggressiv kaufen". Etwas weniger optimistisch sind da die Experten von SG Cowen. Sie setzten den Titel auf "neutral".

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