Dow Jones im Minus
US-Börsen starten nach Cisco-Zahlen schwächer in den Handel

Die Wall Street startet zur Wochenmitte leichter in den Handelstag. Die Enttäuschung über die verhaltenen Quartalsprognosen von Netzausrüster Cisco Systems trübt die Stimmung in der Technologiebranche.

Die ersten Marktteilnehmer befürchten erneut, dass die Erholung der US-Konjunktur noch auf sich warten lassen könnte. Der Titel von Microsoft klettert ins Plus, nachdem die Anwälte des Softwaregiganten nun neue Strategie fahren, um den Prozess wegen der Verletzung von Wettbewerbsrechten doch noch zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Zu den am meisten gehandelten Aktien gehört zur Wochenmitte die Aktie von Cisco Systems. Der größte Netzausrüster konnte die Analystenerwartungen im vierten Quartal zwar mit einem Gewinn von zwei Cents pro Aktie erfüllen. Der Umsatz lage jedoch mit 4,3 Milliarden Dollar am unteren Ende der Prognosen. Gegenüber dem Vorjahr gingen die Einnahmen um ein Viertel zurück. Der US-Markt habe zwar die Talsohle erreicht, sagte Cisco-Chef John Chambers, dafür sei die Nachfragesituation in Europa und Asien jedoch weiterhin schlecht. Der Umsatz im laufenden Quartal werde unverändert oder fünf Prozent niedriger als im vergangenen Vierteljahr ausfallen, prognostizierte der Vorstand. Das Brokerhaus Lehman Brothers senkt die Gewinnaussichten für 2002, behält aber die Kaufempfehlung bei. Credit Suisse First Boston schätzt die Lagerbestände als nach wie vor bedenklich hoch ein und geht von einem anhaltenden Preisdruck für die Produkte aus. Cisco verliert 3,7 Prozent an Wert. Die Aktie von Juniper Networks büßt 4,2 Prozent ein. PMC-Sierra kann sich von vorbörslichen Kursverlusten um 4,5 Prozent ins Plus vorarbeiten.

Einen Blick auf den Einzelhandelssektor wirft das Brokerhaus Goldman Sachs. Nach der Welle von Entlassungen könnten die für die Erholung der US-Wirtschaft so wichtigen Konsumentenausgaben sinken, befürchten viele Marktteilnehmer. Die Genesung der Konjunktur könnte sich von Ende dieses Jahres auf Anfang nächsten Jahres verschieben. Diese Befürchtungen teilen die Analysten von Goldman Sachs nicht. "The consumer is fine", sagen sie, dem Verbraucher geht´s gut. Die Konsumentendaten dürften auch künftig zufriedenstellend ausfallen. Die Entwicklung der Löhne, die Steuerpolitik der Bush-Regierung und die sinkenden Energiepreise könnten den positiven Trend verstärken. Die Analysten rechnen damit, dass die Ausgaben im laufenden Halbjahr um 3,5 bis 4 Prozent steigen. Die Experten empfehlen das Papier von Wal-Mart mit "Market Outperformer". Die Aktie von Kmart setzten sie auf "Market Performer". Den Aktien nützt das am Morgen nichts. Das Papier von Wal-Mart verliert 0,7 Prozent, die Aktie von Kmart notiert 2,2 Prozent schwächer.

Unterstützung erhält die Aktie von Microsoft von den Analysten von Salomon Smith Barney. Sie bestätigen am Morgen das Papier mit "Outperformer", nachdem die Anwälte des Softwarekonzerns Microsoft nun erreichen wollen, dass die Wettbewerbsklage gegen den Softwaregigant zurück vor den Supreme Court, der höchsten US-Gerichtsinstanz, kommt. Die Hoffnung: ein neuer Richter könnte über den Fall entscheiden. Zudem verzögern die Anwälte damit das Ende des Prozesses. Microsoft könnte seine neue Betriebssoftware Windows XP somit im Oktober ohne Probleme auf dem Markt bringen.
Die Aktie rutscht 0,5 Prozent ins negative Terrain.

Emulex notiert über acht Prozent schwächer, nachdem der Netzausrüster im vierten Quartal einen Verlust von 31,3 Millionen Dollar auswies. Bleiben Sonderbelastungen unberücksichtigt, erwirtschaftete Emulex einen Gewinn von elf Cents pro Aktie und konnte die Analystenerwartungen leicht übertreffen. Dennoch reduziert das Unternehmen die Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr 2002. Das Investmentteam von US Bancorp Piper Jaffray senkte die Gewinnerwartung für 2002 von 55 auf 40 Cents pro Aktie.

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