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Dow Jones Index auf Aufholjagd

Trotz Schneeregen in New York lässt die Wall Street ihren Frühlingsgefühlen freien Lauf. Während der Nasdaq Composite leichte Gewinne verzeichnet, schießt der Dow Jones Index mit über 200 Punkten in die Höhe. Ob damit das Ende der fallenden Kurse eingelautet ist, bleibt jedoch weiter fraglich.

Während Pharmawerte, Computerwerte und Finanztitel positiv tendieren, gehen die Aktien der Halbleiterunternehmen weiter in den Keller. Im Dow Jones Index sorgen vor allem die Aktien von 3M, United Technologies, General Motors, Merck und Home Depot für den Aufwärtstrend, während Johnson & Johnson und Intel den Höhenflug des Indexes begrenzen. An der Nasdaq erfreuen die Werte wie Amgen und Oracle an Kursgewinnen.

Ob die Wall Street ihren Boden am vergangenen Donnerstag gefunden hat? Bear Stearns beantwortet die Frage mit einem klaren "Nein". Der Boden sei trotz des zwischenzeitlichen Verlustes von 300 Punkten noch nicht erreicht, so das Brokerhaus. Es habe keine fundamentalen Gründe für die Kehrtwende gegeben, die Gewinnaussichten der Unternehmen seien weiter unklar und auch die allgemeine Wirtschaftslage gebe noch keine Signale für eine deutliche Verbesserung der Wirtschaftslage. Die Bullen unter den Analysten halten jedoch eine baldige Trendwende am Aktienmarkt für möglich. Nach ihrer Ansicht war der Wendepunkt von verstärkten Käufen institutioneller Anleger bestimmt, was das Vorhandensein hoher Cash Mittel verdeutliche. Außerdem sollen die Kommentare Alan Greenspans sowie das Steuersenkungsprogramm von George W. Bush für positive Impulse sorgen.

An den Börsen herrscht heute Übernahmefieber. Spekulationen des Wall Street Journals zufolge plant das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson, Alza, den Hersteller von Spezialpharmazeutik, zu übernehmen. Das Technologieunternehmen LSI Logic gibt dagegen den beschlossenen Kauf von C-Cube Microsystems bekannt. Die Anleger sehen die Akquisitionen mit gemischten Gefühlen. Während die Käufer deutlich an Wert verlieren, steigen die Aktien der Übernahmekandidaten stark an.

Die Halbleiterbranche leidet heute unter den schlechten Nachrichten von PMC-Sierra. Als letzter großer Chiphersteller warnte das Unternehmen heute vor schlechteren Gewinn- und Umsatzzahlen. Außerdem werde man 230 Mitarbeiter oder 13 Prozent der Belegschaft entlassen. Während PMC-Sierra rund sechs Prozent verliert, müssen auch die Konkurrenten Intel, Micron Technologies und Texas Instruments deutlich Federn lassen. Nach Börsenschluss wird Micron Technologies die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen für das zweite Quartal veröffentlichen. Vielleicht verhelfen sie dem Sektor schon morgen wieder auf die Sprünge !

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