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Dow Jones Index baut Gewinn aus

Die Börse baut die Gewinne zur Mittagsstunde aus. Der Dow Jones Index notiert über 40 Punkte in der Gewinnzone. Das Börsenbarometer der Nasdaq pendelt um den Vortagesschlussstand. Vor allem Einzelhandelswerte gehören zu den größten Gewinnern.

Die Produktivitätsdaten sind besser ausgefallen als erwartet. Die Produktivität ist in den USA im zweiten Quartal um 2,5 Prozent gestiegen. Die Mehrheit der Experten hatte lediglich mit einem Anstieg von 1,6 Prozent gerechnet. Ein kleiner Schönheitsfehler ist jedoch in den Angaben enthalten: der Anstieg kam vor allem durch Entlassungen zustande. Weniger Angestellte bei kaum verändertem Output bedeutet eben einen Anstieg der Produktivität. Das Papier von Wal-Mart gewinnt leicht dazu, die Aktie von Home Depot verteuert sich um fast zwei Prozent.

Nachdem die Aktien der Chipbranche im frühen Handel zu den größten Verlierern gehörten, können sie sich bis zur Mittagsstunde von einem Teil ihrer Verluste wieder erholen. Erneut erschüttern negative Analystenkommentare den Sektor.

Das Brokerhaus Credit Suisse First Boston rechnet in der Industrie mit einem Nachfrageeinbruch um 30 Prozent. Die Investmentbank stuft 20 Aktien ab. Darunter befinden sich sowohl klassische Chipunternehmen als auch Ausrüster. Erst zum Wochenstart hatte das Brokerhaus Lehman Brothers Anleger davor gewarnt, dass der wirkliche Preiskampf bei Intel nun erst beginne. Die Preise für Halbleiter wie den Pentium IV könnten um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Applied Materials, Altera und KLA Tencor gehören auf der Verlierliste der Nasdaq zu den größten Verlieren.

Erfreuliche Nachrichten gibt es dagegen an der Ertragsfront. Procter & Gamble, Conesco und MetLife haben ihre Geschäftszahlen vorgelegt. Alle drei Firmen haben die Gewinnschätzungen um einen Cent pro Aktie übertroffen. Inklusive außerordentlicher Kosten hat Procter & Gamble allerdings den ersten Verlust seit acht Jahren ausgewiesen. Das Unternehmen hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. Zudem rechnet der Konzern mit einem ähnlichen Gewinnwachstum wie im laufenden Jahr. Die Aktie tendiert nahezu unverändert.

Conesco verliert dagegen 18 Prozent an Wert. Zwar konnte das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen, doch senkt Conesco die Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr.

Nach Handelsschluss wird noch Cisco Systems die Geschäftszahlen vorlegen. Die Aktie steht ganz oben auf der Nasdaq-Verliererliste und büßt zwei Prozent an Wert ein. Der Grund: Die Wall Street befürchtet, dass der Netzwerkkonzern die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf reduzieren könnte. Analysten erwarten für das abgelaufene vierte Quartal einen Gewinn von zwei Cents pro Aktie. Vor einem Jahr erwirtschaftete der Konzern noch einen Gewinn von 16 Cents pro Aktie. Das Papier hat den Handel am Dienstag schwächer eröffnet.

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