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Dow Jones-Index gab seinen Zugewinn wieder ab

Nach und nach bröckelte es. Sowohl der Dow Jones-Index als auch die Nasdaq konnten das Tempo nicht aufrecht erhalten. Der Dow pendelte zeitweise um den Vortagesschlussstand und legte nur leicht auf 10137 zu, die Nasdaq verbesserte sich immerhin noch um 0,6 Prozent auf 1987 Punkte.

Oracle gab nach Börsenschluss bekannt, dass die Zahl der weltweit Beschäftigten um ein bis zwei Prozent gekürzt werden soll. Die Aktie stieg im Tagesverlauf nur leicht.

Viele Anleger putzen ihr Depot zum Jahreswechsel heraus. So werden einerseits Aktien verkauft, um Gewinne bei Papieren zu realisieren, die in der Vergangenheit gestiegen sind. Andererseits aber wollen Investoren auch gezielt Verluste verbuchen, um diese steuermindern dem Finanzamt anzugeben. Auch die großen Fondsmanager praktizieren dieses Verfahren, nur das die Großinvestoren die Märkte noch mehr in Turbulenzen bringen. Das so genannte Windowdressing zum Ende eines Quartals lässt die Kursbarometer oft springen, ohne dass fundamentale Daten Anlass dafür geben.

Die Internet-Aktien gaben sich einen Ruck nach oben. Insgesamt hat sich die Lage für viele Internet-Unternehmen in diesem Jahr - so sie denn überlebt haben - verbessert. eBay beispielsweise hat sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt. Auch die Wachstumsraten für die kommenden Jahre sind Schwindel erregend. 50 Prozent Zuwachs strebt eBay an. Dabei ist das Online-Auktionshaus marktbeherrschend und hat im Prinzip kaum ernst zu nehmende Konkurrenten. Yahoo und Amazon sorgen fast täglich für eine gute Nachrichtenlage. Zunächst zu Yahoo: Das weltgrößte Internetportal ist längst schon nicht mehr nur eine simple Suchmaschine, sondern versucht auch über Abogebühren Umsätze zu machen. Was war eigentlich das Wort, das in 2001 am häufigsten in die Suchfunktionsmaske von Yahoo eingeben wurde? Es ist - überraschenderweise - jugendfrei. "Playstation 2" war der meistgefragte Begriff, gefolgt von "Britney Spears". Sieh an! Merrill Lynch hat die Umsatzprognose für das laufende vierte Quartal angehoben. Amazon berichtete von guten Absatzzahlen für den Zeitraum 9. November bis 21. Dezember. Die Nachfrage stieg um ein Drittel.

Microsoft , bisher beste Aktie im Dow mit einem Kursplus von knapp 60 Prozent, liegt mit seinen X-Box-Verkäufen im Plan und auch die Nachfrage nach Spielen für die Konsole ist hoch. Rund 100 000 Geräte setzt Microsoft wöchentlich ab. In wenigen Wochen werden sie auch in Asien verkauft. Von dieser Seite gibt es also keine Enttäuschung, Investoren honorierten dies, doch auch diese Aktie war letztlich nur noch leicht im Plus.

America Online, der Internetbereich des Medienkonzerns AOL Time Warner, verfügt über weltweit nun mehr als 33 Millionen Internet-Abonnenten. Im Durchschnitt verbringe jeder Nutzer täglich 70 Minuten Online. "Das anhaltend robuste Wachstum was den Zugewinn neuer Abonnenten und deren tägliche Verweildauer im Internet betrifft, ebenso wie die zunehmende Popularität unseres Musik- und Unterhaltungsangebots, unterstreicht den steigenden Wert des AOL Service", so Vorstand Barry Schuler. Die Aktie stieg um rund zwei Prozent.

Im Chipsektor standen die Aktien von Micron Technology (+3,6%) im Vordergrund. Laut Presseberichten, könnte sich der südkoreanische Chiphersteller Hynix Semiconductor von der DRAM Sparte verabschieden und den Bereich an Micron Technology verkaufen. Die Spekulationen führten zu Kursgewinnen.

Die Wirtschaftsdaten sind überwiegend besser als erwartet ausgefallen, spielten im späten Handel aber keine Rolle mehr auf dem Parkett. Das Verbrauchervertrauen ist sehr viel stärker als erwartet gestiegen. Einen Zuwachs in dieser Höhe gab es das letzte Mal vor knapp vier Jahren. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind zwar in der vergangenen Woche gestiegen. Doch waren die Befürchtungen höher. Das gilt auch für die Auftragseingänge langlebiger Güter. Sie fielen im November um 4,8 Prozent. Analysten stellten sich auf einen Rückgang um 5,5 Prozent ein.

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