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Dow Jones Index im Plus

Nach einem freundlichen Handelstag verabschiedeten sich New Yorks wichtigste Aktienindizes uneinheitlich in den Feierabend. Sowohl der Nasdaq als auch der Dow Jones Index gaben bis Handelsschluss einen Teil ihrer Tagesgewinne ab. Das US-High-Tech-Barometer rutschte am späten Nachmittag sogar in die Verlustzone.

Schlechte Nachrichten konnten den Indizes zum Wochenauftakt zunächst nichts anhaben. Die Gewinnwarnung von Mischkonzern 3M drückte die Stimmung auf dem US-Parkett nur kurzzeitig. Eher war die Hoffnung auf eine baldige Erholung der US-Konjunktur erneut die treibende Kraft des Handels. Vor allem die Aktien der Chip-, Software- und Computerindustrie legten an Wert zu. Den allgemeinen Markttrend unterstützten erfreuliche Daten von der Konjunkturfront.

Der "Nationale Einkaufsmanager-Index" stieg im Juni stärker als erwartet auf 44,7 Punkte. Damit erreichte der Indikator, der über die Entwicklung der verarbeitenden Industrie Auskunft gibt, den zweithöchsten Stand seit November vergangenen Jahres. Zwar lautet die Regel, dass der Indikator unter 50 Punkten auf eine abflauende Wirtschaftsentwicklung hindeutet. Doch zeigten sich die Anleger bereits mit der steigenden Tendenz des Indikators zufrieden.

Auch die Konsumentenausgaben stiegen im Mai zur Freude der Anleger mit 0,5 Prozent stärker als erwartet und zeigten damit ebenfalls eine leichte Erholung der US-Konjunktur an. Nach diesen guten Wirtschaftsdaten fiel es den Investoren nicht schwer, über die eher enttäuschenden Daten zum US-Einkommen hinweg zu sehen.

Selbst die Gewinnwarnung von 3M konnte die Stimmung nicht langfristig trüben. Der Mischkonzern reduzierte die Gewinnerwartungen für das zweite Quartal und das laufende Geschäftsjahr deutlich. Vor allem die schwachen Nachfrage in Europa und Asien und der starke Dollar belastet das Unternehmen. Trotz dieser schlechten Nachrichten führte die Aktie die Gewinnerliste der Dow Jones Werte an.

Neben 3M legten auch IBM und Johnson & Johnson an Wert zu. Zu den größten Verlierern gehörten dagegen die Titel von Philip Morris und United Technologies. Auch Ölwerte mussten Punkte abgeben. Microsoft führte sowohl die Verliererliste der Dow- als auch der Nasdaq-Werte an. Die Aktien der Nasdaq hatten nicht nur die Kursentwicklung des Montags zu verkraften. Denn die technischen Probleme, die vergangenen Freitag das Computerhandelssystem der Nasdaq zum Erliegen gebracht hatten, hatten am Montag vereinzelt Konsequenzen: Die Freitagsschlusskurse von insgesamt 64 Nasdaq-Werten mussten nachträglich korrigiert werden. Neben dem Schlusskurs von Microsoft musste auch die Preise für Dell, Tellabs und Worldcom neu berechnet werden. Bei Mircosoft, Tellabs fiel das Ergebnis besser aus, als am Freitag berechnet.

Chipwerte wie Intel konnten dagegen an Punkten zulegen. Und das obwohl die neuen Zahlen der Branche ernüchternd ausgefallen sind. Der Branchenverband für die Halbleiterhersteller, SIA, gab die weltweiten Absatzzahlen für den Monat Mai bekannt. Demnach sind die verkauften Stückzahlen gegenüber dem Vormonat April um sieben Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr verbuchten die Hersteller sogar ein Minus von 20 Prozent. Die Analysten von Credit Suisse First Boston gehen nicht davon aus, dass der Juni eine deutliche Besserung gebracht hat. Doch dürfte "das Schlimmste vorbei" sein, was die Auftragsstornierungen der Unternehmen angeht, so die Aktienexperten. Intel profitierte zudem von der Vorstellung des neuen Pentium 4-Prozessors, der eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 1,8 GHz hat. Es handelt sich um den schnellsten Chip aus dem Hause Intel. Die Aktie zählt zu den größten Gewinnern des Nasdaq Index. Die Aktien von Micron Technologies und Texas Instruments gewannen ebenfalls.

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