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Dow Jones Index unter 10.000er Marke

Es geht auch der Old Economy an den Kragen. Am Mittwoch fiel der Dow Jones Index zum ersten Mal seit Oktober 2000 unter die 10.000er Marke. Er schloss mit einem Verlust von 3,1 Prozent auf seinem 52-Wochentief bei 9.973 Punkten. Monatelang hatte sich das Barometer der 30 US-Standardwerte tapfer gehalten. Doch die konjunkturelle Abkühlung zieht sich nun durch alle Bereiche.

Nachlassende Gewinne betreffen nicht mehr nur die High-Tech-Aktien, sondern auch andere Sektoren. Beängstigend wirken sich Gewinnwarnungen der Unternehmen aus der Old Economy aus. Am Dienstag schockten MetLife, Northwest Airline und McDonalds sowie europäische Standardwerte mit schwächeren Prognosen. Die Wirtschaftskrise in Japan tut ihr Übriges.



Angst um das japanische Bankensystem zieht die amerikanischen Finanzwerte in den Keller. Gerüchten zufolge stehen mehrere Banken in Japan vor einer möglichen Pleite. Die US-Kreditratingagentur Fitch hat zudem 19 japanische Banken untersucht und zahlreiche Abstufungen vorgenommen. Goldman Sachs reduziert seine Gewinnaussichten auch für europäische Banken mit der Begründung, dass der schwache Aktienmarkt den Profit belastet. Laut Tim Mahon vom Brokerhaus Credit Suisse First Boston macht die Warnung von Europas großen Technologieunternehmen wie Siemens, Ericsson, Philips und Infineon deutlich, dass die Nachfrageflaute auch Europa erreicht hat. US-Unternehmen bricht damit in Zeiten schwächelnder US-Konjunktur nicht nur in den USA der Absatzmarkt weg. Auch in Europa wird die Nachfrage nach der sonst so beliebten amerikanischen Technologie zurückgehen.



Doch der Finanzsektor war nicht der einzige Sektor, den es am Dienstag schlecht ging. Gewinner gab es kaum. Im Dow Jones Index keinen Einzigen. Die größten Verlierer waren United Technologies, J.P. Morgan und Citigroup. Verlieren mussten zudem zyklische Werte aus dem Bereichen Aluminium, Papier und Stahl. Abwärts ging es auch für Telekommunikations-, Internet- und Chipaktien.



Auffallend war am Dienstag das geringe Handelsvolumen. Marktbeobachtern zufolge deutet die geringe Beteiligung darauf, dass die Korrektur der Standardwerte noch lange nicht vorbei ist.



Der Nasdaq Index verlor 2,9 Prozent. Unter anderem zog Nextel Communications den Nasdaq Index mit einer Gewinnwarnung in die Tiefe. Das Mobilfunkunternehmen gab bekannt, dass die Kunden weniger Geld für Nextels Leistungen ausgeben.



Die Entwicklung bei Aktien von Worldcom waren am Dienstag selten. Die Telekom-Aktie stieg entgegen der allgemeinen Richtung der Branche. Das Analystenhaus Salomon Smith Barney sagte, dass der Umsatz des Unternehmens schneller wachse als ursprünglich prognostiziert. Der Titel schloss als Gewinner des Nasdaq Indexes.

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