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Dow Jones über 10 000, Nasdaq über 2 000

Fantastische Gewinne an der Wall Street: Der Dow Jones Index legt schon in den ersten Handelsminuten fast 150 Punkte zu und schafft im dritten Anlauf die 10.000-Punkte-Härde. Die Nasdaq gewinnt 57 Punkte und hat erstmals seit August die 2000-Punkte-Marke durchbrochen. Damit knüpfen die Händler an die Rally vom Dienstagnachmittag an.

Kauflaune ging schon am Dienstag vor allem von den Tech-Branchen aus. Cisco-Chef John Chambers hatte Bestellungen für November im Rahmen der Erwartungen bestätigt, und auch das Management von Oracle erwartet Wachstum für 2002. Cisco gewinnt am Morgen drei Prozent, Oracle 7,6 Prozent.

Nach Unternehmensnachrichten stützen am Mittwoch zahlreiche Analysten den Sektor. Die Credit Suisse First Boston setzt das Kursziel für Cisco auf 24 Dollar herauf. Auch dem Chip-Giganten Intel bescheinigen die Experten Stärke. Das Unternehmen werde das Jahr wohl am oberen Ende seiner Gewinnschätzungen oder noch darüber beenden. Chip-Hersteller profitieren zudem von überraschenden Preissprüngen bei den DRAM-Chips. Diese sind, dank großer Nachfrage in Asien, über Nacht um 20 Prozent teurer geworden.


Goldman Sachs äußert sich ermutigend über den Hardware-Riesen Sun Microsystems. Tech-Analystin Laura Conigliari sagt, ein Besuch bei Sun Microsystems bestätigte ihre branchenweit positive Einschätzung. Sie sehe eine Stabilisierung auf dem US-Markt. Sun Microsystems gewinnt 3,6 Prozent.

Aktien von AOL Time Warner verlieren zur Stunde ein Prozent. Gerald Levin hat im Rahmen der Medienwoche der UBS Warburg vor Journalisten seinen Rücktritt angekündigt. Im Mai will Levin, einer der mächtigsten Männer Amerikas, seinen Job an den bisherigen Vize und Chef des operativen Geschäfts Richard Parsons abtreten. Steve Case bleibt Chairman des größten Medienkonzerns der Welt. Levin war die treibende Kraft hinter dem 156 Milliarden Dollar schweren Merger des größten Online-Providers AOL und des Medienriesen Time Warner im Januar.

Unter Druck stehen die Aktien von Ford . Das Unternehmen hat am Morgen eine deutlich härtere Ertragswarnung ausgesprochen als selbst pessimistische Analysten erwartet hatten. Statt einem zunächst verkündeten Anteilsverlust von 14 Cents erwartet man einen Fehlbetrag von 50 Cents pro Papier. Ford verliert 2,7 Prozent. General Motors und DaimlerChrysler stehen mit mehr als einem Prozent auf der Gewinnerseite.

Mit einem Plus von 66 Prozent gehört Webb Interactive zu den größten Gewinnern. Das Netzwerk-Unternehmen hat mit dem Kommunikationsriesen BellSouth einen Vertrag geschlossen, nachdem Webb einer Million BellSouth-Internetkunden IM-Dienste zugänglich macht. Den Auftrag führt Webbs Tochterunternehmen Jabber aus.

Um den guten Schlaf ringen dürften hingegen die Manager vom Medizintechnik-Hersteller Polymedica. Die Börsenaufsicht ermittelt in dem Unternehmen, dass angeblich wissentlich Diabetes-Tests und andere Produkte an bereits tote Patienten ausgeliefert und sich bereichert haben soll. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe, die Aktie gibt 13 Prozent Enron

gewinnt am Mittwoch 35 Prozent und fährt damit den dritten Tag in Folge auf der Gewinnerstraße. Aktien des einstigen Energie-Riesen, der am Sonntag das größte Gläubigerschutz-Verfahren der US-Geschichte eingeleitet hatte, haben am Montag 54 Prozent, am Dienstag 135 Prozent zugelegt. Mike Greenberger, Professor für Konkursrecht an der Universität von Maryland, sieht in den Käufen einen Ausdruck starken Vertrauens und durchaus Chancen für den Konzern, einen Konkurs abwenden zu können. Mike Heim, Analyst bei A.G. Edwards & Sons, sagt, die 1,5-Milliarden-Dollar-Finanzspritze von JP Morgan Chase und Citigroup gebe Anlegern zusätzlich Sicherheit. Die beiden Gläubigerbanken legen jeweils 2,5 Prozent zu.

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