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Dow Jones und Nasdaq: Fester Verlauf

Die Wall Street zeigt sich zum Wochenschluss noch einmal von der besten Seite. Die Arbeitsmarktdaten setzen einen positiven Impuls. Kursgewinne von Intel, Cisco Systems und Oracle trieben den Nasdaq in die Höhe.

wsc NEW YORK. All zu überrascht können die Anleger gestern nach Handelsschluss nicht gewesen sein, als Intel vor enttäuschenden Geschäftszahlen warnte. Intel führt im frühen Handel die Gewinnerliste der Technologiewerte an. Der größte Chiphersteller der Welt hatte gestern nach Handelsschluss gewarnt, dass der Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen nicht erfüllen werde. Statt des erwarteten Umsatzwachstums von 8 % sollen die Verkaufszahlen nur um 4 % zulegen.

Nachdem der Konzern bereits im September-Quartal mit schwächeren Verkaufszahlen enttäuscht hatte, waren die Anleger vorbereitet. Intel begründet die unerfreuliche Umsatzentwicklung mit der schleppenden Nachfrage nach Heimcomputern. Einzig in Japan und China sei die Nachfrage weiterhin stark. Das Geschäft mit Prozessoren für Server laufe nach wie vor gut, habe aber die Einnahmenlücke im Bereich des Kerngeschäfts nicht füllen können.

Intels Konkurrenten legen ebenfalls an Wert zu. Der größte Wettbewerber Advanced Micro Devices gewinnt an Wert.

Internetaktien erleben einen kleinen Aufschwung, nachdem Investmenthäuser den Werten unter die Arme greifen. Yahoo, Priceline, Ebay und Amazon können vor dem zweiten Adventswochenende - auch wenn den Amerikanern die Tradition der Adventswochenenden fremd ist - an Wert zulegen. Priceline legt am Morgen einen Kursgewinn von 11 % aufs Parkett.

Positiv nimmt die Wall Street am Morgen die Arbeitsmarktdaten auf. Die Zahlen deuten mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent auf eine langsame Konjunkturabkühlung. Gegenüber dem Rekordtief im Oktober ist die Quote um 0,1 % gestiegen. Des Weiteren wurden weniger neue Stellen geschaffen als prognostiziert worden ist. Allerdings resultiert der moderate Anstieg neuer Stellen vor allem aus dem Rückgang staatlicher Arbeitsplätze um 54 000. Im privaten Sektor sind die Arbeitsstellen um 148 000 gestiegen. Es lässt sich keine wirkliche Entspannung aus den Daten ablesen, doch der Lohndruck ist mit einem leichten Anstieg auch nicht deutlich stiegen. Auf eine höhere Arbeitslosenquote hat die Wall Street schon seit längerem gewartet. Investoren hoffen, dass die US-Notenbank nun in naher Zukunft die Zinsen senken wird.

Kurseinbußen hinnahmen muss dagegen Coca Enterprises, -Cola das Abfüllunternehmen des bekanntesten Limonadenherstellers der Welt, trübt die Stimmung am Morgen mit pessimistischen Prognosen. Statt des erwarteten Gewinns von 68 Cents pro Aktie wird das Unternehmen 2001 nur einen Gewinn von 60 Cents pro Aktie erwirtschaften. Das Unternehmen rechnet mit geringerer Nachfrage in Kanada und Nordamerika. Coca Cola Enterprises füllt rund 74 % der Coca Cola-Dosen und-Flaschen ab.

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