Dow Jones wieder über 10 000 Punkten
Wall Street schließt uneinheitlich

Die Hoffnung auf eine baldige Verabschiedung des US-Konjunkturpaketes und positive US-Wirtschaftsdaten haben nach Händlerangaben die Blue Chips an den New Yorker Aktienmärkten am Mittwoch beflügelt.

rtr NEW YORK. Die Technologieaktien hätten jedoch unter der schwachen Bilanz des US-Herstellers von Speicherchips, Micron Technology, gelitten, sagten Börsianer. "Die Stimmung deutet auf eine moderate Jahresendrally hin", sagte Alan Ackerman, Senior Vice President bei Fahnestock & Co. Eine Reihe schlechter Unternehmensnachrichten und die Warnung des Mobilfunkkonzerns Motorola vor schwächeren Umsätzen hatten die US-Aktienmärkte nach Händlerangaben im frühen Geschäft belastet.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,72 % im Plus auf 10 070,49 Zählern, während der technologielastige Nasdaq-Index 1,09 % im Minus auf 1982,89 Punkten aus dem Handel ging. Der marktbreite S&P-500-Index beendete die Sitzung 0,58 % höher auf 1149,56 Punkten. US-Präsident George W. Bush hatte sich am Mittwoch zuversichtlich geäußert, dass beide Häuser des Kongresses einen Kompromiss über das von seiner Regierung geplante Programm zur Stimulierung der US-Wirtschaft im Volumen von rund 100 Mrd. Dollar akzeptieren werden. Die in dem Programm vorgesehenen Steuersenkungen zielten auf Einkommen zwischen 27 000 und 65 000 Dollar im Jahr ab. Der Anstieg der US-Frühindikatoren im November und damit im zweiten Monat in Folge wecke Hoffnungen auf eine mögliche Erholung der US-Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte 2002, sagten Börsianer. Das Wirtschaftsforschungs-Institut Conference Board hatte mitgeteilt, der Index der US-Frühindikatoren sei im November 2001 im Vergleich zum Vormonat um 0,5 % gestiegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für den neuen Berichtsmonat einen Anstieg des Index um 0,4 % erwartet.

Von Interesse für die Investoren sei auch die Ankündigung des US-Finanzkonzerns Citigroup gewesen, seinen Geschäftsbereich Travelers Property Casualty abzutrennen, sagten Händler. Dazu sollten zunächst 20 % des Kapitals von Travelers Property voraussichtlich im ersten Quartal 2002 zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt und der Rest den Anteilseignern angeboten werden. Citigroup-Aktien stiegen rund vier Prozent auf 50,00 Dollar und stützen nach Händlerangaben den Dow-Jones-Index. Dagegen habe die Quartalsbilanz von Micron die Technologiewerte belastet, hieß es am Markt weiter. Das Unternehmen hatte für das erste Quartal (29. November) höhere Verluste als von Analysten erwartet ausgewiesen und einen Umsatzeinbruch von 73 % verzeichnet. Micron-Aktien büßten rund fünf Prozent auf 30,20 Dollar ein. Im frühen Geschäft hätten unter anderem die Umsatzwarnung des Halbleiterherstellers und Telekomausrüsters Motorola und die die Gewinnwarnung des weltgrößten Aluminiumproduzenten Alcoa Inc die Kurse gedrückt, sagten Börsianer. Motorola hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss mitgeteilt, der Konzern erwarte für das kommende Jahr einen Umsatzrückgang und werde weitere 9400 Stellen abbauen. Die Aktie gab 5,12 % auf 15,76 Dollar nach. Alcoa-Aktien schlossen rund sechs Prozent schwächer auf 35,38 Dollar. Der Konzern hatte mitgeteilt, der Gewinn im vierten Quartal werde voraussichtlich unterhalb der Erwartungen der Analysten ausfallen. An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,46 Mrd. Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1643 Verlierer 1530 Gewinner, und 189 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von 1,88 Mrd. Aktien 2056 im Minus, 1603 im Plus und 343 unverändert.

Die richtungweisenden zehnjährigen US-Notes lagen zuletzt 16/32 höher auf 99-17/32 Punkten und rentierten mit 5,061 %. Die 30-jährigen Bonds legten 30/32 auf 99-26/32 Zähler zu bei einer Rendite von 5,46 %.

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