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Dow schaffte es Dank Finanzpapieren und Präsidenten-Äußerungen ins Plus

Es gab so viele Nachrichten am Mittwoch zu verdauen wie selten zuvor an einem Tag. Nach einem anfänglich schwachen Handelsstart gab es einen Schub. Das brachte den Dow in den Plusbereich und ließ das Minus im Nasdaq-Index schmelzen. Der Dow Jones-Index verbesserte sich um 0,7 Prozent oder 72 Punkte auf 10 070 Punkte. Die Nasdaq gab ein Prozent oder 22 Punkte auf 1983 ab.

Kurz nach Handelsbeginn wurden Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die positiv aufgenommen wurden. Zudem gab es zeitweise Unterstützung von politischer Seite. US-Präsident George Bush möchte ein weiteres Wirtschaftspaket auf den Weg schicken. Er äußerte sich sehr positiv über ein Beihilfenpaket, das kriselnde Branchen stabilisieren soll. Er hat sich mit den wichtigsten politischen Führern des Senats und anderen Entscheidern getroffen. Bisher hat der Staat schon Finanzhilfen an Unternehmen geleistet, die nach dem 11. September besonders negativ betroffen waren. Später hat der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Tom Daschle, eine Einigung mit den Republikanern verneint. Somit dürfte das Thema wohl noch nicht vom Tisch sein.

Der Chipbereich zeigte sich heute in äußerst schwacher Verfassung und belastete die Börsen am stärksten. Intel nahm den Spitzenverliererplatz ein, auch Maxim Integrated, Xilinx und Altera zogen nach unten. Micron Technology hatte einen Verlust ausgewiesen, der größer als erwartet ausgefallen ist. Die Aktie verlor rund sechs Prozent. Der Weltmarktführer für so genannte DRAM-Chips litt unter den fallenden Preisen für Halbleiter.

Ebenso gab es vom Chiphersteller Motorola schlechte Nachrichten. Das Unternehmen hat bereits in den vergangenen Monaten 40 000 Leute entlassen und wird nun nochmals 9400 Tausend Beschäftigte vor die Tür setzen. Das Unternehmen steckt in den Miesen, deutete aber an, im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Motorola ist nicht nur wegen der flauen Lage im Chipsektor unter Druck. Auch der Absatz von Handys hat sich bei weitem nicht so positiv entwickelt wie noch vor einiger Zeit gedacht.

Im Dow Jones-Index war Alcoa den ganzen Tag über der Klotz am Bein. Der weltgrößte Aluminiumhersteller hat die Gewinnprognose für das laufende Quartal gesenkt. Kunden hätten Finanzschwierigkeiten, die Metallpreise sind gestiegen und zudem macht sich auch hier die Rezession bemerkbar. Der Industrieriese verlor sechs Prozent an Wert.

Doch trotz der insgesamt eher negativen Nachrichtenlage hielt sich der Dow wacker. Allen voran bewiesen Finanzpapiere ihre Standfestigkeit. Morgan Stanley Dean Witter musste zwar abermals einen Gewinneinbruch hinnehmen, konnte aber die Konsensschätzungen um Längen schlagen. Citigroup wird einen Teil seines Versicherungsgeschäfts im ersten Quartal 2002 an die Börse bringen. Diese Nachricht brachte dem Finanzriesen den Spitzenplatz im Dow ein. FleetBoston Financial wird 700 Beschäftigte entlassen. Diese Maßnahmen führt zu hohen Einmalbelastungen - dadurch wird der Quartalsgewinn zu 95 Prozent einkassiert.

Auch Brausehersteller Coca-Cola trieb den Dow an. Die Anzahl an weltweit verkauften Getränkekästen werde bei Coca-Cola im vierten Quartal um vier bis fünf Prozent zulegen und exakt im Rahmen der Analystenschätzungen liegen, gab das Unternehmen bekannt. Das Management fügte hinzu, dass das angepeilte Ertragswachstum von 11 bis 12 Prozent für 2001 und 2002 weiter aufrecht gehalten werde.

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