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Dow über 11 000 Punkte

Don´t fight the Fed - kämpfe niemals gegen die Notenbank. Dieses Motto setzte sich zur Wochemitte durch. Einen Tag nach der Senkung der US-Leitzinsen besonnen sich die Anleger. Mit etwas Verspätung sorgte der Zinsschritt für Kursgewinne. Der Dow Jones Index kletterte über die 11 000 Punkte Marke. Das Börsenbarometer notiert erstmals seit September wieder über der psychologisch wichtigen Marke. Der Nasdaq Index konnte sogar rund 3,9 Prozent an Wert gewinnen.

Nach bereits fünf Zinssenkungen in diesem Jahr rechnen die Marktteilnehmer nun mit einer Erholung der US-Wirtschaft zum Ende des Jahres. Laut Notenbank-Chef Alan Greenspan ist die Gefahr einer Rezession jedoch nach wie vor höher als die einer Inflation. Die neusten Konjunkturdaten untermauerten die Einstellung der US-Notenbank. Der Index der Erzeugerpreise stieg im April um 0,3 Prozent. Die Mehrheit der Experten hatte mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Index lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Inflation dürfte in den USA zurzeit kein Thema sein. Doch die vorbörslich veröffentlichten Wirtschaftsdaten spielen zur Wochemitte keine große Rolle.

Pharma- und Chipwerte gehörten zu den größten Gewinnern. Neben Merck trug auch Pfizer zu einem Großteil zu den Punktgewinnen des Index bei. Beide Aktien legten an Wert zu, nachdem die US-Gesundheitsbehörde eine neue Regelung für cholesterinsenkende Medikamente veröffentlichte. Durch die neue Bestimmung könnte es sowohl Pfizer als auch Merck gelingen, den Umsatz ihrer cholesterinsenkenden Mittel zu verdreifachen. Auch Pharmacia und Schering-Plough verteuerten sich. 3M, United Technologies und Johnson & Johnson zählten zu den größten Gewinnern des Dow Jones Index.

Softwareaktien verhalfen den Indizes zusätzlich ins positive Terrain. Neben Microsoft tendierte auch BEA Systems stärker. Der Anbieter von E-Commerce-Software konnte den Gewinn im vergangenen Quartal mehr als verdoppeln. Mit dem Ergebnis übertraf BEA Systems die Analystenprognosen um einen Cent. Die Nachfrage nach WebLogic, dem Serversystem von BEA, ist stärker ausgefallen als erwartet.

Ein trüberes Bild liefert am Mittwoch dagegen Oracle. Der zweitgrößte Softwarehersteller der Welt will über Preisnachlässe und rückläufigen Umsatzzahlen entgegenwirken. Durch Entlassungen sollen Kosten reduziert werden. Von der Strategie weniger überzeugt zeigen sich die Analysten von Goldman Sachs. Die Analysten senkten die Gewinnerwartungen. Die Aktie zählt zur Mittagsstunde zu den größten Nasdaq-Verlierern.

An der Nasdaq zählte Applied Materials zu einem der größten Tagesgewinner. Der weltweit größte Hersteller von Chipmaschinen konnte trotz eher trüber Quartalsdaten an Wert zulegen. Zwar reduzierte das Unternehmen die Erwartungen für das dritte Quartal, doch sei die Auftragslage nach wie vor zufriedenstellend. Die Analysten von Credit Suisse empfehlen die Aktie zum Kauf.

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