DPG-Chef van Haaren warb für Dienstleistungsgewerkschaft
Postgewerkschaft für Verdi

Mit einem deutlichen Wahlergebnis von 98,4 % stimmten die Delegierten für die geplante große Dienstleistungsgewerkschaft.

dpa BREMEN. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nimmt immer mehr Gestalt an. Nach der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft (DAG) hat sich am Montag auch die Deutsche Postgewerkschaft (DPG) für die Gründung der neuen Gewerkschaft ausgesprochen. Am Tag der Premiere für die Post-Aktie an der Börse stimmten 98,4 % der knapp 500 Delegierten eines außerordentlichen DPG-Bundeskongress am Montag in Bremen für ver.di. Bei der DAG hatten am vergangenen Samstag ebenfalls in Bremen sogar 98,7 % der gut 180 Delegierten für die neue Gewerkschaft votiert. Die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) sollte am Montag in Magdeburg den Weg ebnen.

Abgestimmt wurde bei der DPG über einen Antrag des Hauptvorstandes, wonach an dem festgelegten Zeitplan für die Gründung der neuen Gewerkschaft im März nächsten Jahres festgehalten werden muss. Die Voraussetzungen für die Gründung seien geschaffen, heißt es darin unter anderem. Gleichzeitig wurde der Hauptvorstand am Ende des zweitägigen Kongresses beauftragt, eine politische Lösung für den Fall vorzubereiten, dass eine der fünf beteiligten Gewerkschaften die satzungsrechtlich erforderliche Mehrheit von 80 % nicht erreicht. Dabei sollen alle Anstrengungen auf das Ziel der gemeinsamen Verschmelzung ausgerichtet sein. DPG, ÖTV, HBV, DAG und die IG Medien wollen sich zur weltweit größten Einzelgewerkschaft mit drei Mill. Mitgliedern zusammen schließen.

Während der Debatte zu ver.di räumten einige Redner ein, dass nicht alle Mitglieder mit den ausgehandelten Strukturen glücklich sein werden. Der DPG-Vorsitzende Kurt van Haaren sagte unter anderem: "Wir haben noch schwere Brocken zu heben." Es werde noch Ärger geben, "und es wird Verwerfungen geben". Andere warnten vor "ver.di in der ÖTV verpackt". Allerdings hieß es auch: "ver.di wird eine starke politische Kraft und die Spaltung der Gewerkschaftsbewegung abgeschafft."

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