Dragila verteidigte Spitzenposition
Riesenduell im Stabhochsprung

Die Weltrekordlerin Stacy Dragila musste um ihre Titelverteidigung mächtig zittern. Als die nach ihr springende Russin Swetlana Feofanowa im dritten Anlauf die neue Weltrekordhöhe gerissen hatte, riss die Amerikanerin die Arme zum Zeichen ihres Sieges in die Höhe.

dpa EDMONTON. Dann rannte sie zu einer Umarmung zu Feofanowa und absolvierte mit ihr eine gemeinsame Ehrenrunde. Das zur Zeit dominierende Stabhochsprung-Duo hatte sich ein Riesenduell geliefert, das erst mit den Fehlversuchen beim neuen Weltrekord von 4,82 m zu Ende war.

Die Entscheidung über den Sieg brachte ein Fehlversuch mehr von Feofanowa bei 4,65 m, die drei Anläufe benötigte. Ansonsten maschierten die beiden Dauerrivalinnen dieses Jahres im Gleichschritt über alle Höhen: Die Russin zog immer nach, egalisierte zunächst ihren Europarekord von 4,70 m und legte dann auf Anhieb auch noch fünf Zentimeter zu.

Die mit Sonnenbrille springende Dragila hat 15 Weltrekorde in Serie erzielt und ist in der jungen Frauen-Disziplin bei internationalen Meisterschaften ungeschlagen. Die Olympiasiegerin von Sydney wiederholte ihren Titelgewinn vom WM-Debüt 1999 in Sevilla und kassierte 60 000 Dollar ein. Hätte eine von beiden auch noch die Krönung mit Weltrekord geschafft, wären es 160 000 Dollar geworden. «Es war ein Furcht einflößender Wettkampf», gestand die Siegerin. «Ich bin nicht unzufrieden, denn ich hatte einen nahezu perfekten Wettkampf», freute sich die Russin.

Das deutsche Trio war chancenlos, obwohl Teamchef Herbert Czingon darauf «spekuliert hatte, in die Nähe des Edelmetalls» zu kommen. Nachdem die deutsche Rekordhalterin Annika Becker (Rotenburg/Bebra) schon in der Qualifikation hängen geblieben war, blieben für Yvonne Buschbaum (Stuttgart), die ihre persönliche Bestleistung mit 4,45 m einstellte, und Carolin Hingst (Donau/Ries/4,25) auch nur die Plätze 7 und 10. «Wir können nicht zufrieden sein», bilanzierte Czingon. «Es war für mich enttäuschend. Wenn man den beiden zuschaut, dann sieht man, dass noch ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen ist», sagte Yvonne Buschbaum. Saisonaufsteigerin Hingst war weniger entmutigt: «In ein paar Jahren kann ich hoffentlich auch 4,80 m springen.»

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