Drahtlos von Kunde zu Kellner
Glas bestellt selbst nach

Handys, die ihren Besitzer den Weg zur nächsten Kneipe oder Restaurant weisen, gibt es schon. Doch dann? Das Mitsubishi Electric Research Center in Cambridge, Massachusetts, arbeitet an einer Technik, die Kunden auch innerhalb der Gaststätte zu Diensten ist - und zwar durch ein Glas, das selbstständig nachbestellt.

hon DÜSSELDORF. Das meldet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Boden und Seitenwände des Trinkgefäßes sind mit einem durchsichtigen, leitenden Material beschichtet. Dadurch wird der aktuelle Füllstand ermittelt. Eine Spirale im Boden des Glases sendet die Pegel-Daten an einen Empfänger im Tisch, der sie dann wiederum an einen Bildschirm hinter der Theke oder an einen tragbaren Rechnern beim Kellner weiterleitet. So soll die Nachschub-Kette nie abreißen - eine Neuinterpretation des New-Economy-Schlagworts "Supply Chain Management".

Auch wenn das so genannte iGlassware spontan als Kandidat für die Rubrik "Technik, die die Welt nicht braucht" erscheint - die Gastronomie hat offenbar Bedarf. Die Geschwindigkeit, mit der ein Glas aufgefüllt werde, habe direkte Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Gäste, sagte Ronald Cole, Experte für Hotel- und Restaurent-Management an der Universität Delaware, gegenüber dem New Scientist.

Jedes Glas ist über einen eigenen digitalen Code identifizierbar und zudem Spülmaschinenfest. Die Stromversorgung geschieht drahtlos über die Basissation im Tisch. Die Technik ist abgeleitet von Diebstahlsicherungs-Chips in Supermärkten. Die Gläser senden auf Mobilfunk-ähnlichen Frequenzen und sollen auch für Herzschrittmacher unschädlich sein. Wer allerdings beim digitalen Nachtanken nicht lerne, nein zu sagen, können bald ein einen Herzschrittmacher brauchen, merkt der New Scientist an.

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