Drastische Kostenreduzierungen
Elektrogroßhändler i-center stellt Insolvenzantrag

Der 1996 aus der Siemens AG ausgegründete Elektrogroßhändler i-center hat am Dienstag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenzantrag gestellt.

dpa-afx NÜRNBERG. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von 1,1 Mrd. DM (560 Mill. ?) und 1 250 Beschäftigten zu den führenden Elektrogroßhändlern in Deutschland. Der Gang zum Amtsgericht soll dem Insolvenzverwalter die Möglichkeit geben, Konzepte zur Fortführung des Unternehmens zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Trotz intensiver Verhandlungen mit potenziellen Partnern und Investoren sei es nicht gelungen, den notwendigen Finanzbedarf zur nachhaltigen finanziellen Gesundung sicher zu stellen, hieß es. Um das Unternehmen von einer ehemals abhängigen Vertriebsorganisation zu einem eigenständigen Elektrogroßhändler positionieren zu können, seien massive Restrukturierungsmaßnahmen vorgenommen worden. Dazu gehörten marktnähere Vertriebs-, Produkt- und Logistikstrukturen sowie drastische Kostenreduzierungen.

"Der Elektrogroßhandel ist durch Überkapazitäten der Hersteller, Strukturprobleme des Marktes sowie sinkende Umsätze und geringe Margen gekennzeichnet", erklärte Geschäftsführer Klaus Lutz. Die bereits entscheidend vorangetriebene Umstrukturierung könne ohne eine breitere Finanzbasis nicht abgeschlossen werden.

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