Drastische Kostensenkung geplant
Volvo startet mit Verlusten ins neue Jahr

Die dem schwedische Konzern gebliebenen LKW und Busse verkaufen sich schlecht. Das Minus vor Steuern betrug im ersten Quartal rund 1,2 Milliarden Kronen (140 Mrd. Euro).

Reuters STOCKHOLM. Der schwedische Konzern ist im ersten Quartal mit seinen Nutzfahrzeugen vor allem wegen Absatzrückgängen in Nordamerika in die Verlustzone geraten. Wie das Unternehmen, das die Pkw-Sparte an den US-Konzern Ford abgegeben hat, am Mittwoch in Göteborg mitteilte, betrug das Minus vor Steuern 1,2 Milliarden Kronen (276 Mio DM/140 Mrd Euro) gegenüber 1,9 Milliarden Kronen Gewinn im selben Vorjahreszeitraum.

"Die Anpassung an ein sich abschwächendes Geschäftsumfeld hat nun Top-Priorität", erklärte Volvo-Chef Leif Johansson in einer Pressmitteilung vom Mittwoch. Bis Ende 2002 seien jährliche Einsparungen von 3,5 Milliarden Kronen (umgerechnet 740 Millionen Mark) geplant. Volvo Global Trucks habe im ersten Quartal weitere 1400 Mitarbeiter entlassen. Bis Ende 2000 hatte Volvo in seinen Lastwagengeschäften bereits 1600 Arbeitsplätze abgebaut. Die Restrukturierungskosten bezifferte Volvo auf mehr als vier Milliarden Kronen über drei Jahre hinweg. Die Volvo-Aktie verzeichnete Kursverluste.

Das schwedische Unternehmen verbuchte nach eigenen Angaben im ersten Quartal einen Verlust von 1,25 Milliarden Kronen nach Finanzposten, verglichen mit einem Gewinn von 1,9 Milliarden Kronen im ersten Quartal 2000. Insgesamt 1,3 Milliarden Kronen entfielen den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten auf Restrukturierungskosten. Die Umsätze seien allerdings auf 43,75 Milliarden Kronen von zuvor 28,27 Milliarden Kronen gestiegen. Analysten hatten mit einem Umsatz von 43,43 Milliarden Kronen gerechnet.

Mit einer kurzfristigen Erholung auf dem amerikanischen Markt sei nicht zu rechnen, hieß es weiter. Der Rückgang in den Auftragsbüchern in Europa mache zudem Vorbereitungen auf neue Maßnahmen notwendig. Zu den USA erklärte Johansson, gegenwärtig mache das Geschäftsumfeld Sorgen. "Längerfristig können wir jedoch sehr günstige Möglichkeiten für eine Gewinnsteigerung erkennen."

Im vergangenen Monat hatte Volvo mitgeteilt, dass der Lkw-Absatz in den ersten drei Monaten 2001 binnen Jahresfrist um elf Prozent auf 42.139 Fahrzeuge zurückgegangen sei. Den größten Einbruch verzeichnete Volvo in den USA, wo das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 38 Prozent weniger Fahrzeuge absetzte. Die Volvo-Aktie verzeichnete im Handelsverlauf Kursverluste von 2,5 Kronen auf 170 Kronen.

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