Drastische Kostensenkungsaktionen
United Airlines sparte Milliarden-Summe ein

Die konkursbedrohte Fluggesellschaft United Airlines hat in den vergangenen fünfeinhalb Jahren durch Tarifkonzessionen der Mitarbeiter, Kapazitätskürzungen und weitere Kostensenkungsaktionen insgesamt 14,1 Milliarden Dollar (14,1 Mrd Euro) eingespart. Dies teilte die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt am Dienstag nach Börsenschluss mit. United legte diese Gesamtzahl erstmals vor.

HB/dpa CHICAGO. United kämpft derzeit verzweifelt um eine staatliche Kreditgarantie von 1,8 Milliarden Dollar, mit deren Hilfe sich die Gesellschaft einen Kredit von zwei Milliarden Dollar beschaffen will. Entscheidet sich die staatliche Hilfsbehörde für die US- Fluggesellschaften (ATSB) gegen die Vergabe der Kreditgarantie, droht dem Unternehmen der Gang zum Konkursrichter. Am zweiten Dezember werden 375 Millionen Dollar Kredit fällig. Deshalb steht die schwer angeschlagene Airline unter enormem Zeitdruck.

Die genaue Auflistung der Kostenersparnisse ist ein Versuch der United, die nach den Terrorattacken vom elften September 2001 gegründete Behörde zur Vergabe der Kreditgarantie zu bewegen. Die Hauptkonkurrenten der United hätten Regierungsvertreter aufgefordert, die Garantien abzulehnen. Sie seien eine unangemessene Hilfe für eine falsch geführte Airline und eine Verschwendung von Steuergeldern, berichtete die "New York Times" am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe. Der United-Hilfsantrag werde hingegen von J. Dennis Hastert, dem Sprecher des Repräsentantenhauses, stark unterstützt.

United bezifferte die durch Konzessionen der Mitarbeiter verbuchten Kostensenkungsbeiträge auf insgesamt 5,2 Milliarden Dollar. Dies ist weniger als die 5,8 Milliarden Dollar, die die United für die Laufzeit bis 15. Mai 2008 angestrebt hatte. Die Gesamtbeiträge unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltskostensenkungen und der Kapazitätskürzungen erreichen nach Angaben der Airline jährlich 1,2 Milliarden Dollar oder insgesamt 6,4 Milliarden Dollar über die Gesamtlaufzeit. Hinzu kommen andere Kostensenkungen sowie andere Maßnahmen von jährlich 1,4 Milliarden Dollar oder insgesamt 7,7 Milliarden Dollar.

Die Gehaltskürzungen erreichen bei den Piloten 18 Prozent, bei den Flugbegleitern vier Prozent, bei den Mechanikern sieben Prozent und bei sonstigen Mitarbeitern acht Prozent. Die nichtgewerkschaftlich organisierten Beschäftigten werden 1,3 Milliarden Dollar Gehaltskürzungen und andere Konzessionen beisteuern und dabei Gehaltskürzungen von 2,8 bis 10,7 Prozent in Kauf nehmen. Die United- Manager sollen ebenfalls noch wesentlich zur Kasse gebeten werden.

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