Dreharbeiten zu neuem 007-Film beginnen am Montag: Pierce Brosnan denkt über Abschied von James Bond nach

Dreharbeiten zu neuem 007-Film beginnen am Montag
Pierce Brosnan denkt über Abschied von James Bond nach

Wer nach dem Ende des Kalten Krieges geglaubt hat, James Bond "007" würde arbeitslos, hat sich getäuscht. Bösewichte und Konfliktherde bieten auch in der neuen Weltordnung immer wieder Stoff für neue Geschichten um den feschen britischen Geheimagenten.

afp LONDON. Am Montag beginnen die Dreharbeiten für den 20. James-Bond-Streifen , zum vierten Mal ist der smarte Pierce Brosnan in der Hauptrolle zu sehen. Brosnan fühlt sich nach eigenen Worten, als hätte er erst gestern seinen ersten Bond "Goldeneye" gedreht. Dabei ist das schon sieben Jahre und zwei weitere 007-Filme her. "Es ist, als würde man ein altes Paar Schuhe anziehen", beschrieb er am Freitag vor Reportern die Routine und denkt schon mal laut über einen Abschied vom Agenten-Dasein nach. "Körperlich anstrengend" sei die Rolle, und jeder 007-Darsteller habe irgendwann erschöpft das Handtuch geworfen. Aber Brosnan wünscht sich einen "würdigen Abschied" und dreht nach dem jetzt beginnenden voraussichtlich noch einen weiteren Bond-Film.

Hauptdrehort für den neuen Streifen sind die Londoner Pinewood-Studios. Die Handlung ist noch namenlos und vor allem geheim. Bekannt ist nur: Bond-Film Nummer 20 wird ein Streifzug durch die Klimazonen der Erde. Im entmilitarisierten Gebiet zwischen Nord- und Südkorea beginnt die Geschichte, bevor Agent 007 per Schnellboot nach Hong Kong düst, in Kuba vorbeischaut und eine Verfolgungsjagd durch isländisches Eis aufnimmt. Ein Kamerateam drehte über Weihnachten eine Surfszene in Hawaii. Und in London sitzen natürlich Bonds Chefin M - gespielt von Judi Dench - und Q, Erfinder der berühmt-berüchtigten Geheimwaffen, gespielt von Monthy Python-Star John Cleese.

Ihre geheimen Waffen packen wohl auch die sexy Bond-Girls wieder aus. US-Schauspielerin Halle Berry erfüllte sich mit der Kult-Rolle einen Traum. Und die noch unbekannte Britin Rosamund Pike kann noch gar nicht fassen, dass auch sie ganz groß rauskommen darf. An dem hergebrachten Frauenbild der Agenten-Streifen wurde nicht gerüttelt. "Man kann an den Charakteren nicht viel ändern", erklärt Lee Tamahori das Festhalten an den alten 007-Klischees "Wunderwaffen, Frauen, schnelle Autos". Auch wenn manche Rollen "anachronistisch" erschienen, wolle er nicht derjenige sein, der aus Bond ein Sensibelchen mache, sagt Tamahori und macht noch die letzte Hoffnung auf Revolutionäres zunichte: Auch dieses Mal werde es - entgegen anders lautender Gerüchte - kein barbusiges Bond-Girl geben.

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