Drehbuchautoren wollen streiken
Hollywood droht reales Drama

Der Film-Metropole Hollywood steht ein reales Drama bevor: Die Drehbuchautoren drohen, im Sommer in den Streik zu treten.

dpa LOS ANGELES. Nach zähen, ergebnislosen fünfwöchigen Verhandlungen mit dem Verband der Film- und Fernsehproduzenten und einer gleichzeitigen Nachrichtensperre brachen die Künstler nun ihr Schweigen. "Wir lagen so weit auseinander, dass es einfach keinen Spielraum für einen Kompromiss gab", sagte Nick Counter, Verbandspräsident der Produzenten (Alliance of Motion Picture & Television Producers) zu den am Ende der Woche geplatzten Verhandlungen.

Die Produzenten hatten den Drehbuchautoren eine Zulage von 30 Mill. $ (60,4 Mill. DM) für die kommenden drei Jahre an. Das wäre nach Counters Angaben ein Plus von 11 %. Die Autoren aber verlangen mehr als das Dreifache dieser Summe. Sie wollen 99,7 Mill. $ mehr und sagen, dieser Betrag würde gemessen an ihren Einnahmen von 1,2 Mrd. $ im Jahr 2000 eine Aufbesserung von lediglich drei Prozent bedeuten.

Ärger rief bei den Künstlern auch der Plan der Produzenten hervor, Honorare für wiederholte Sendungen zu kürzen. Sie sollen 75 % weniger als zweite Gage erhalten, wenn eine TV-Show am gleichen Tag oder innerhalb von zwei Wochen wiederholt wird. Die Autoren würden in drei Jahren 31 Mill. $ weniger verdienen. Die TV-Industrie gab die Ersparnisse dadurch auf lediglich zwei Mill. $ an.

Die Verträge der 11 500 gewerkschaftlich organisierten Drehbuch- Autoren laufen am 1. Mai aus. Zwei Monate später enden auch die Verträge von 135 000 Schauspielern.

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