Drei Aufstiegs-Kandidaten für den Nemax 50

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Drei Aufstiegs-Kandidaten für den Nemax 50

Drei Unternehmen haben nach den am Donnerstagabend vorgelegten Ranglisten der Deutsche Börse gute Chancen in den Nemax 50-Index aufzusteigen. Nach der Januar-Liste, die Grundlage für Änderungen bei dem Kursbarometer nach den relevanten Kriterien Börsenumsatz und Marktkapitalisierung ist, sind Funkwerk, FJA und Nordex mögliche Aufrücker. Kandidaten für den Aufstieg in den Index für mittelschwere Werte MDax sind der Liste zufolge Indus Holding AG, DIS, Gerry Weber und Möbel Walter.

Reuters FRANKFURT. Nach den Regeln der Deutschen Börse können solche Aktien in den Auswahlindex ihres Börsensegmentes aufsteigen, die gemessen nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz auf den oberen Plätzen der Rangliste stehen. Eine Aufnahme in den MDax ist demnach möglich, wenn eine Aktie nach beiden Kriterien mindestens auf Platz 110 liegt. Für den Nemax 50 gilt dies analog, der entscheidende Ranglistenplatz ist hier die Position 60. Eine Entscheidung über eine mögliche Veränderung im Nemax 50 und im MDax wird die Börse am 13. Februar treffen, wirksam würden die Anpassungen am 18. März.

Unter den Nemax-Unternehmen rangiert der Telematikdienstleister Funkwerk nach Börsenumsatz auf Platz 47 und nach Marktkapitalisierung auf Position 58. Der Versicherungssoftwarespezialist FJA nimmt die Plätze 49 beziehungsweise 20 ein, während der Windenergieanlagenhersteller Nordex sich bei Position 52 beziehungsweise 21 wiederfindet. Zu den möglichen Absteigern gehören der Kabelnetzbetreiber Primacom mit den Plätzen 61 beziehungsweise 106 und der auf Technologie für elektronischen Zahlungsverkehr spezialisierte Dubliner Trintech Plc, der auf den Positionen 76 beziehungsweise 82 rangiert.

Unter den MDax-Kandidaten nimmt Indus beim Umsatz Platz 98 und beim Marktgewicht Rang 89 ein. DIS Deutsche Industrie Service AG nimmt die Positionen 105 beziehungsweise 94 ein, Gerry Weber steht auf Rang 94 und 106. Möbel Walther findet sich auf den Plätzen 106 beziehungsweise 109 wieder.

Möglicherweise aus dem MDax ausscheiden müssen die Phoenix AG (Plätze 113 und 112), die Baader Wertpapierhandelsbank (117 und 129) sowie die Deutz AG (130 und 131).

Außerdem legte die Börse am Donnerstagabend die in Zukunft maßgeblichen Ranglisten für die Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes (Freefloat) vor. Mit der Neuorganisation soll die Indexgewichtung stärker an der Zahl der tatsächlich handelbaren Aktien orientiert werden. Bislang wurden alle zum Börsenhandel zugelassenen Aktien eines Unternehmens zu Grunde gelegt. Wie bereits bei einer ähnlichen Szenario-Rechnung im Oktober 2001 verliert die Deutsche Telekom deutlich an Marktgewicht, da die Bundesrepublik ein großes Paket an der Telekom hält, das zukünftig nicht als Streubesitz eingestuft wird. Nach der Streubesitzregel sind die Deutsche Börse selbst sowie das Pharmaunternehmen Altana Kandidaten für einen Aufstieg in den Deutschen Aktienindex (Dax). Der Freefloat wird erstmals im Mai 2002 für eine Indexentscheidung herangezogen. Die Berechnung der Indizes soll den Angaben zufolge im Juni umgestellt werden.

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