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Drei Dörfer unter Mexikos Feuervulkan evakuiert

Wegen der Gefahr eines größeren Vulkanausbruchs sind am Wochenende in Mexiko drei Dörfer im Umkreis des Volcán de Fuego evakuiert worden. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, wurde ein Gebiet von 11,5 Kilometer rund um den Krater des Feuervulkans zur Sperrzone erklärt. Einige wenige Dorfbewohner weigerten sich noch, ihre Häuser zu verlassen.

dpa MEXIKO-STADT. In den vergangenen Tagen wurde nach Angaben der Vulkanologen eine steigende Zahl von Erdbeben im Vulkaninneren und von Erdrutschen am Kraterrand registriert. Der mehr als 3 800 Meter hohe Feuervulkan, dessen genaue Höhe schwankt, erhebt sich nahe der Stadt Colima rund 500 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt und 70 Kilometer von der Pazifikküste entfernt. Er ist noch vor dem bekannteren Popocatépetl der aktivste Vulkan in Mexiko.

Die jetzt evakuierten Dörfer waren zuletzt Anfang Februar geräumt worden. Davor hatte es 1998 und 1999 Eruptionsphasen gegeben, bei denen der Vulkan zwar Asche und glühendes Gestein ausspuckte, bei denen aber Menschen nicht zu Schaden kamen und keine Sachschäden registiert wurden.

Die Wissenschaftler schließen aber nicht aus, dass die Aktivität der vergangenen Jahre nur Vorbote einer viel stärkeren Explosion sein könnte. Der stärkste Ausbruch der vergangenen hundert Jahre, eine so genannte plinianische Eruption, hatte sich am 20. Januar 1913 ereignet, als eine riesige Rauchwolke den Himmel verdunkelte, Glutwolken mehrere Kilometer weit den Berg hinunterrasten und Asche mehr als 30 Kilometer weit flog.

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