Drei Feuerwehrleute in Kalifornien getötet
Waldbrände in den USA wüten weiter

Die Brände in den USA nehmen ein immer größeres Ausmaß an und sind teilweise völlig außer Kontrolle geraten. Mittlerweile steht in elf Staaten Wald- und Buschland in Flammen.

Wiwo/ap SAN BERNARDINO. In Kalifornien kamen drei Feuerwehrleute ums Leben, als ihr Löschflugzeug am Montag (Ortszeit) in der Nähe des Yosemite Nationalparks von Flammen erfasst wurde und in die Tiefe stürzte. In der Nähe von San Bernardino kamen sechs Feuerwehrleute nur mit knapper Not mit dem Leben davon, als sie von einer Feuerwalze überrollt wurde. Sie flüchteten in einen Schutzraum und erlitten schwere Verbrennungen, befinden sich nach Behördenangaben aber nicht in Lebensgefahr.

Die Autobahn 15 von Los Angeles nach Las Vegas wurde gesperrt, nachdem Ascheregen auf die Fahrbahn fiel. Nach Ansicht von Experten hat die Waldbrandsaison in Kalifornien noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht, sondern gerade erst begonnen.

In Colorado wütet schon seit Tagen ein Flammeninferno, das bereits tausende Menschen in die Flucht getrieben hat. Inzwischen mussten 700 weitere Häuser evakuiert werden. Die Brände an mehreren Stellen, darunter auch unweit der Millionenstadt Denver, haben sich mittlerweile zum größten Feuer in der Geschichte des US-Staates ausgewachsen. Zehntausende Hektar stehen in Flammen.

Schuld an den riesigen Waldbränden in dem Staat sind offenbar die Eheprobleme einer Mitarbeiterin der Forstbehörde. Die Polizei nahm am Sonntag eine 38-Jährige fest, die gestand, das Feuer am 8. Juni versehentlich ausgelöst zu haben. Sie sei an dem Tag unterwegs gewesen, um das Verbot von Lagerfeuern zu überwachen. An einem Lagerplatz habe sie in einer Feuerstelle einen Brief von ihrem Ehemann verbrannt. Die Flammen hätten sich dann schnell ausgebreitet. Bei einer Verurteilung drohen der Frau bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe bis zu 250 000 Dollar.

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