Drei-Jahres-Tief der T-Aktie
Telekom-Kurs stellt für Bundeshaushalt kein Risiko dar

Dem Bundeshaushalt drohen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums durch die Kursverluste der Telekom-Aktien entgegen anders lautenden Darstellungen keine Milliarden-Haushaltsrisiken.

rtr BERLIN. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Mittwoch auf Anfrage: "Ein solches Haushaltsrisiko gibt es nicht". Zuvor hatte das Anlegermagazin "Die Tele-Börse" berichtet, dem Haushalt des Bundes, der bei der Deutschen Telekom Großaktionär ist, drohten wegen der rückläufigen Kursentwicklung hohe zusätzliche Kosten auf Grund eines daraus resultierenden Wertberichtigungsbedarfs.

Das Anlegermagazin hatte einen Sprecher des staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die für den Bund das Telekom-Aktienpaket hält, mit den Worten zitiert: "Wir haben eine vertragliche Regelung mit der Konsequenz, dass es keinen Wertberichtigungsbedarf bei der KfW gibt. Daraus hatte das Magazin geschlossen, dass dieser Wertberichtigungsbedarf zu Lasten des Bundes gehen müsste.

Nach Angaben des Magazins hat der Bund von der KfW für die ihr übertragenen Aktien der Deutschen Telekom und der Deutschen Post insgesamt 19,3 Mrd. ? erhalten. Durch die Kursverluste der jüngsten Zeit seien diese Aktienpakete inzwischen acht Mrd. DM weniger wert.

Nicht äußern wollte sich die Sprecherin des Bundesfinanzministeriums zum Komplex des geplanten Telekom - Kabelnetze-Verkaufes an das US-Unternehmen Liberty Media. Der FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle hatte am Vortag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuter erhebliche wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die Transaktion geltend gemacht. Zugleich hatte er heftige Kritik an den offenbar vereinbarten Ausstiegsklauseln aus dem Geschäft für die Partner bei einer Änderung der politischen und kartellrechtlichen Rahmenbedingungen geäußert. Brüderle hatte die Bundesregierung aufgefordert, ihre Interessen als Telekom-Großaktionär nicht über ihre ordnungs- und wettbewerbspolitischen Grundsätze zu stellen.

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