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«Drei-Kronen»-Team mit 5:0 gegen wackere Bulgaren

Lissabon (dpa) - Dank Rückkehrer Henrik Larsson hat Schweden seinen «Auftaktspiel-Fluch» besiegt und klaren Kurs auf das EM-Viertelfinale genommen.

Lissabon (dpa) - Dank Rückkehrer Henrik Larsson hat Schweden seinen «Auftaktspiel-Fluch» besiegt und klaren Kurs auf das EM-Viertelfinale genommen.

Mit zwei Treffern innerhalb einer Minute (57./58.) war der erst kurz vor der EURO-Endrunde in das «Drei-Kronen»-Team zurückgekehrte Torjäger in Lissabon in seinem 75. Länderspiel der Garant für den imponierenden 5:0 (1:0)-Erfolg über Bulgarien.

Vor 45 000 Zuschauern im José-Alvalade-Stadion trafen zudem Freddie Ljungberg (32.), Zlatan Ibrahimovic (78., Foulelfmeter) und Marcus Allbäck (90.+1) für die starken Schweden, die den ersten Startsieg bei einer Welt- oder Europameisterschaft seit 1958 schafften. Die unter Wert geschlagenen Bulgaren warten seit 37 Jahren auf einen Erfolg über Schweden und stehen im nächsten Gruppenspiel gegen Dänemark schon gewaltig unter Druck.

Angestachelt vom vorangegangenen 0:0 der Gruppen-Rivalen Italien und Dänemark gingen beide Mannschaften im ersten Aufeinandertreffen bei einer EM-Endrunde von Beginn an hohes Tempo, um sich eine Top- Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf zu verschaffen. Die als Außenseiter angesehenen Bulgaren, bei denen die Bundesliga-Legionäre Martin Petrow (Wolfsburg), Marian Hristow (Kaiserslautern) und Dimitar Berbatow (Leverkusen) zu gefallen wussten, erwiesen sich lange als ebenbürtig. Nach guten Chancen durch Zoran Jankowic (16.) und Martin Petrow (25.) hatte Berbatow (27.) sogar die Führung auf dem Kopf, doch der zu weit vor der Linie postierte Keeper Andreas Isaksson machte sich lang und rettete mit einer glänzenden Parade.

Das nach hervorragenden Testspiel-Resultaten sehr selbstbewusste «Drei-Kronen»-Team nutzte kurz darauf einen Klasse-Konter zur Führung. Ibrahimovic lief seinem Gegenspieler Rosen Kirilow davon und legte gekonnt für Ljungberg auf, der freistehend aus Nahdistanz problemlos vollstreckte. Zuvor hatte Ibrahimovic' Kollege aus dem so genannten Wundersturm, Larsson (21.), nur knapp neben das Gehäuse gezielt. Die Skandinavier, bei denen Teddy Lucic (Leverkusen) wegen erheblicher Probleme mit Gegenspieler Petrow und einer Verletzung früh ausgewechselt werden musste (40.), kontrollierten die Begegnung dann bis zur Pause.

Nach Wiederbeginn setzte sich der offene Schlagabtausch zunächst fort. Doch dann rächte sich, dass Jankovic (47.) und Petrow (56.) zwei Riesenchancen zum Ausgleich ungenutzt ließen. Das bestrafte der Gegner nach traumhaften Kontern mit Larssons Doppelschlag brutal. Die bulgarische Hintermannschaft wurde dabei über die Außenpositionen klassisch ausgehebelt und Larsson markierte per Flugkopfball und mit einer herrlichen Direktabnahme seine Länderspiel-Treffer Nummer 26 und 27. Nach Foulspiel von Wladimir Iwanow an Ljungberg durften dann auch Ibrahimovic, neben den überragenden Larsson und Ljungberg auffälligster Akteur im am Ende wie entfesselt auftrumpfenden Sieger-Team, per Strafstoß und Allbäck noch Torerfolge bejubeln.

EM-Mitfavorit Italien ist im ersten Spiel der Gruppe C gegen Dänemark nicht über eine enttäuschende «Nullnummer» hinaus gekommen. Bei brütender Hitze spielte die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni vor 19 995 Zuschauern in Guimarães mit angezogener Handbremse und verschenkte gegen den kampfstarken Europameister von 1992 zwei wertvolle Punkte. Bester Mann bei den Dänen war Torhüter Thomas Sörensen.

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