Drei-Länder-Gesellschaft der Börsen Amsterdam, Brüssel und Paris
Euronext-Aktie legt schwachen Börsenstart vor

Euronext ist am Freitag mit deutlichen Kursverlusten an der Börse gestartet. Die Aktie der neuen Drei-Länder-Börsengesellschaft wurde in Paris erstmals mit 23 Euro gehandelt.

dpa/afp PARIS. Der Einführungspreis hatte mit 24 Euro bereits am unteren Ende der Zeichnungsspanne von 24 bis 27,50 Euro gelegen. Im Verlauf des Vormittaghandels sackte der Kurs in einem schwachen Börsenumfeld weiter auf 22 Euro ab. Das entsprach einem Minus verglichen mit dem Ausgabepreis von gut 8 %.

Das Angebot war 1,7-fach überzeichnet. Euronext entstand vor neun Monaten durch den Zusammenschluss der Handelsplätze Amsterdam, Brüssel und Paris.

Als die Euronext-Konkurrentin Deutsche Börse AG in Frankfurt am Main Anfang Februar an die Börse ging, war das Papier 23-fach überzeichnet gewesen. Die Aktie der Deutschen Börse sank im April zwischenzeitlich unter den Ausgabepreis, legte seither aber kräftig zu.

"Wir waren schon darauf eingestellt, dass dieser Börsengang ein bisschen daneben geht», sagte ein Aktienhändler in Paris mit Blick auf Euronext. «Die Bedingungen für die Zeichnung der Anteilsscheine waren mäßig und die Marktlage war schwierig.» Privatanleger seien vielfach der Meinung, die Börse sei eine staatliche Einrichtung. Sie könnten sich nicht vorstellen, «dass dies ein rentables Unternehmen ist». Beim Börsengang von Euronext wurden nur etwa 15 Prozent der angebotenen Titel an Kleinanleger ausgegeben.

Euronext ist nach London die zweitgrößte europäische Börse. Der Zusammenschluss der Handelsplätze in Paris, Brüssel und Amsterdam verdrängte die Deutsche Börse AG als Betreiberin der Frankfurter Wertpapierbörse und des elketronischen Handelssystems Xetra im vergangenen September auf Platz drei. Obwohl es seit Wochen Anzeichen für einen schlechten Start gab, hatte Euronext-Chef Jean-François Théodore eine Verschiebung des Börsengangs abgelehnt.

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