Drei Medaillen möglich
WM: DLV hofft auf erfolgreichen WM-Abschluss

Grit Breuer will zur späten Attacke blasen, Franka Dietzsch die Konkurrenz möglichst früh schocken. Zum Abschluss der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton reifen im deutschen Team noch einmal Medaillenträume.

dpa EDMONTON. Nach dem verpassten Edelmetall auf der Einzelstrecke peilt Grit Breuer am Sonntag mit der Rundenstaffel den großen Coup an. «Ich bin noch nie ohne Medaille von einer WM nach Hause gekommen. Mit der Staffel muss es klappen», setzt die 29 Jahre alte Magdeburgerin auf das Team.

Ihr Trainer und Lebensgefährte Thomas Springstein ist zuversichtlich, dass die Staffel ähnlich bravourös auftritt wie bei den letzten beiden Weltmeisterschaften. In Sevilla vor zwei Jahren gab es Bronze, 1997 in Athen führte Breuer das Quartett als Schlussläuferin sogar zum Titelgewinn. «Ich bin fest überzeugt, dass Grit Breuer in der Staffel wie entfesselt laufen wird», legte sich DLV-Vizepräsident Rüdiger Nickel fest. Und Springstein meinte: «Die Ausgangswerte sind sehr gut. Wenn wir nach dem dritten Wechsel Kontakt haben und Grit von hinten kommen kann, haben wir alle Chancen.»

Franka Dietzsch setzt dagegen auf den Überraschungseffekt. «Ich möchte gleich zu Beginn dran sein und möglichst einen weiten Wurf vorlegen», verriet die Titelverteidigerin aus Neubrandenburg ihre Taktik für das Diskus-Finale am Samstag. In der Qualifikation gelang ihr dies nicht: Erst mit dem letzten Versuch von 63,15 m schaffte sie den Sprung in den Endkampf. «Die Bedingungen sind aber super, man kann sehr weit werfen», hofft die 33-jährige Sparkassenangestellte auf einen großen Zahltag.

Auch die Speerwerfer wollen bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden. Oldie Peter Blank, der in dieser Saison im reifen Alter von 39 Jahren mit 88,70 m Bestleistung warf, hält alles für möglich. «Ich kann gewinnen, oder 25. werden», meinte der Frankfurter. Ansteigende Form wies zuletzt auch Raymond Hecht nach. Der Magdeburger warf den Speer kurz vor der WM in Cuxhaven auf 87,82 m. Mit dem Saarbrücker Boris Henry befindet sich auch der dritte DLV-Teilnehmer in diesem Jahr unter den Top Ten in der Welt.

«Wir wollen auf alle Fälle in den Endlauf. Eine Medaille wäre schön», hat Gabi Rockmeier das Ziel für die Sprint-Staffel formuliert. Allerdings laboriert die 27-jährige Dortmunderin an Muskelproblemen, die sie zu einem Verzicht auf das 200-m-Halbfinale zwangen. «Ich denke, bis Samstag passt es», verbreitete sie dennoch Zuversicht. Das Prinzip Hoffnung gilt auch für Irina Mikitenko. Die Olympia-Fünfte über 5000 m plagt sich vor dem Endlauf am Samstag mit Knieschmerzen. Auch in den Entscheidungen im 50 km Gehen und im Marathon der Frauen sind deutsche Athleten im Einsatz.

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