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„Drei-Minuten-Tiefschlaf“ kostet Werder zwei Punkte

Ein „Drei-Minuten-Tiefschlaf“ hat Werder Bremen zwei wichtige Punkte im Kampf um die Titelverteidigung gekostet.

dpa BREMEN. Ein "Drei-Minuten-Tiefschlaf" hat Werder Bremen zwei wichtige Punkte im Kampf um die Titelverteidigung gekostet.

Als die Spieler des Meisters noch von der überlegen geführten ersten Halbzeit gegen Bayer Leverkusen träumten, schlugen die gegnerischen Stürmer Andrej Woronin (51.) und Dimitar Berbatow (53.) gnadenlos zu.

"Wir sind einfach nicht wach genug gewesen kurz nach der Halbzeit, und das wird von so einer Mannschaft wie Leverkusen gnadenlos bestraft", urteilte Nationalspieler Miroslav Klose nach dem 2:2 (1:0) - dem dritten Bremer Bundesliga- Unentschieden nacheinander.

"Das ist eine Frage der Konzentration", klagte sein Kollege Fabian Ernst. Der Werder-Trainer hatte aber trotz des Ärgers auch eine positive Sicht der Dinge zu bieten: "Wir haben, und das zeichnet die Mannschaft auch aus, das Spiel trotzdem noch einmal gedreht", kommentierte Thomas Schaaf. Mit der Einwechslung von Nelson Valdez bewies der Coach den richtigen Riecher, denn der 20-jährige Stürmer aus Paraguay erzielte nach Kloses frühem Führungstreffer (19.) das zweite Werder-Tor (72.).

Wirklich zufrieden war Schaaf damit natürlich nicht, "denn abgesehen von den Minuten nach dem Wechsel haben wir das Spiel klar beherrscht". Mit dem dritten Remis in Serie trotz deutlich besserer Torchancen ist der Abstand zu Tabellenführer VfL Wolfsburg auf sechs Punkte gewachsen. "Das ist umso ärgerlicher, weil wir gegen den HSV hätten gewinnen können, gegen Hertha und heute auch", meinte Klose mit Blick auf die zurückliegenden Bundesligaspiele.

Auch für seinen Coach überwog bei der Einordnung des 13. Spieltages das Positive: "Wir haben eine Menge von Spielen bisher gehabt und sind da insgesamt gut durchgekommen", resümierte Schaaf und verwies auf die vielen englischen Wochen des Double-Gewinners mit Champions League und DFB-Pokal: "Wir sind in allen drei Rennen noch gut dabei, und das allein zählt für uns im Moment."

Während das Nickerchen von Werder nur wenige Minuten gedauert hatte, war es bei Bayer Leverkusen wesentlich länger. Zumindest klagte Co-Trainer Ulf Kirsten: "Wir haben die erste Halzeit total verschlafen." Zwei vertändelte Konterchancen nach Bremer Fehlern, viel mehr hatte Leverkusen in den ersten 45 Minuten nicht zu bieten. "Erst danach haben wir mehr Druck gemacht", analysierte Kirsten in der Pressekonferenz als Vertreter von Klaus Augenthaler, der für einen Kurzurlaub gleich nach dem Spiel zu seiner Familie nach München geflogen war.

Augenthaler war indes nicht unzufrieden und meinte: "Wir haben in Bremen einen Punkt geholt. Das schafft nicht jeder." Angesichts der mageren Bilanz mit nur drei Zählern in fremden Stadien schienen die Bayer-Verantwortlichen mit dem Unentschieden beim Meister zufrieden zu sein, obwohl im Weserstadion zwischenzeitlich drei Punkte möglich schienen. "Das war eines der besseren Auswärtsspiele", meinte Kirsten.

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