Drei Palästinenser getötet
Israel stellt Arafat Ultimatum

Die israelische Regierung hat Palästinenserpräsident Jassir Arafat nach der Explosion der Gewalt in den Palästinensergebieten ein Ultimatum zur Verwirklichung der Waffenruhe gestellt.

dpa JERUSALEM/RAMALLAH. Sollten die militanten Palästinenser ihre Attacken auf Israelis und die Armee nicht innerhalb von 48 Stunden einstellen, werde die Armee ihrerseits die "Liquidationen" mutmaßlicher Extremisten wieder aufnehmen, beschloss das Kabinett von Ministerpräsident Ariel Scharon am frühen Sonntagmorgen.

Entgegen einer Ankündigung von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser begann die Armee am Sonntag zunächst noch nicht mit den zwischen Arafat und Außenminister Schimon Peres vereinbarten Lockerungen der Blockade palästinensischer Städte. Die Armee hatte angekündigt, sie wolle an diesem Sonntag zunächst die Blockade der Stadt Jericho im Westjordanland öffnen.

Israelische Soldaten erschossen am Sonntag im Westjordanland drei Palästinenser. An einer Straßensperre bei dem Dorf Sila im Norden feuerten sie auf vier voll besetzte Taxis und töteten zwei Männer. Nach palästinensischen und israelischen Berichten wollten die Fahrzeuginsassen offenbar illegal nach Israel zur Arbeit fahren. Im Zentrum der geteilten Stadt Hebron erschoss ein Soldat am Mittag einen angeblich bewaffneten Palästinenser. Im Gazastreifen feuerten militante Palästinenser mehrere Mörser auf die jüdische Siedlung Gusch Katif.

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