Drei Palästinenser in Bethlehem durch Schüsse getötet
Israel sucht erneut den Dialog

Israel will eigenen Angaben zufolge erneut mit den USA über "mögliche Lösungen" des Konfliktes mit den Palästinensern beraten.

afp BETHLEHEM/JERUSALEM. Salman Schoval, der diplomatische Berater des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, wird eigenen Angaben vom Freitag zufolge am Samstagabend in die USA aufbrechen und mit Washingtoner Regierungsvertretern über eine politische Lösung für den Nahen Osten beraten. Bei den Gesprächen werde das Attentat auf den israelischen Tourismusminister Rechavam Seevi eine wichtige Rolle spielen. Der Scharon-Sprecher kritisierte zugleich die USA und die europäischen Staaten: Mit ihrer Unterstützung für einen Palästinenserstaat hätten sie Palästinenserpräsident Jassir Arafat eine unverdiente Legitimation gegeben.

Die palästinensische Führung forderte eine Wiederaufnahme des Dialoges mit Israel. Angesichts der jüngsten Gewalt riefen sie in einer in Gaza veröffentlichten Erklärung zu "Besonnenheit und Vernunft" auf. Die Palästinenser verlangten unter anderem einen "unmittelbaren Eingriff der internationalen Gemeinschaft für einen dauerhaften Waffenstillstand".

Die israelische Armee erschoss palästinensischen Krankenhausangaben zufolge in der autonomen Stadt Bethlehem im Westjordanland drei Palästinenser. Die beiden Männer und eine Frau seien in der Nähe des Flüchtlingslagers Aida getötet worden, teilten palästinensische Ärzte mit. Zwei weitere Palästinenser seien verletzt worden. Nach dem Mord an Seevi hatte die israelische Armee Teile Bethlehems besetzt.

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