Drei Palästinenser sterben bei Vergeltungsangriffen
21 Israelis bei Anschlägen getötet

Mit einer beispiellosen Welle von blutigen Anschlägen haben palästinensische Extremisten am Wochenende innerhalb von 24 Stunden 21 Israelis getötet. Bei israelischen Vergeltungsangriffen starben am Sonntag mindestens drei Palästinenser. Zuvor hatten israelische Soldaten bei einer Militäroffensive in zwei palästinensischen Flüchtlingslagern nach palästinensischen Angaben seit Donnerstag nahezu 30 Menschen getötet.

dpa JERUSALEM/RAMALLAH/GAZA. Rechtsgerichtete israelische Minister forderten nach der blutigen Anschlagsserie die Zerstörung der palästinensischen Autonomiebehörde. Der Minister ohne Geschäftsbereich Dani Naveh sagte, die Regierung Ariel Scharon müsse "Arafats Regime ein Ende bereiten".

Am Sonntag starb in einem Krankenhaus von Jerusalem ein Israeli, der am Vorabend bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag im Zentrum Jerusalems schwerverletzt worden war. Damit erhöhte sich die Zahl der israelischen Opfer des Attentats auf zehn.

Neun Israelis, darunter offenbar mehrere Soldaten, wurden knapp zwölf Stunden später getötet, als vermutlich drei palästinensische Extremisten einen israelischen Stützpunkt an einer Straßensperre bei der jüdischen Siedlung Ofra nahe Ramallah beschossen. Im Gazastreifen starb ein Israeli bei einem Bombenanschlag, und bei Bethlehem wurde ein israelischer Polizist erschossen aufgefunden.

Zu dem Anschlag vom Sonntag bekannten sich die "Al-Aksa-Märtyrer- Brigaden", der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Ein israelisches F-16 Kampfflugzeug beschoss am Morgen ein Haus in der Stadt El-Bireh mit Raketen. Später wurde das Gebäude von einem israelischen Panzer beschossen und zerstört. Dabei kam ein Palästinenser ums Leben. Beim Beschuss eines palästinensischen Vorpostens nahe der Stadt Salfit im Westjordanland wurde ein palästinensischer Polizist von einer israelischen Panzergranate tödlich getroffen. Außerdem erlag ein am Donnerstag verletzter Palästinenser aus dem Flüchtlingslager Balata seinen Verletzungen.

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