Drei Prozent weniger Nettoumsatz
Ciba Spezialitätenchemie mit mehr Gewinn

Der Schweizer Spezialchemiekonzern Ciba hat den Gewinn im zweiten Quartal 2002 dank tieferer Rohmaterialkosten und Kosteneinsparungen um elf Prozent auf 116 Millionen Franken gesteigert.

Reuters BASEL. Ciba erwartet laut Angaben vom Mittwoch auch im Gesamtjahr einen Gewinnanstieg und Fortschritte im operativen Geschäft. Im zweiten Quartal verzeichnete Ciba einen Nettoumsatzrückgang von drei Prozent auf 1,876 Milliarden Franken. In Lokalwährungen resultierte ein Umsatzplus von vier Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda lag in Franken stabil bei 322 Millionen Franken und wuchs in lokalen Währungen um 17 Prozent.

Das Unternehmen rechnet 2002 in Lokalwährungen mit einem höheren Umsatz und Ebitda. In Franken dürfte das Ebitda in etwa das Vorjahresniveau erreichen und der Konzerngewinn steigen, sofern sich die Währungsrelationen nicht weiter verschlechtern. 2001 hatte Ciba bei einem Umsatz von 7,367 Milliarden Franken ein Ebitda von 1,230 Milliarden Franken und einen Gewinn von 382 Millionen Franken erzielt.

Finanzchef Michael Jacobi sagte zu Reuters, Ciba sehe weiter Anzeichen einer leichten Nachfragebelebung. Im Juli und Anfang August habe sich der moderate Aufschwung fortgesetzt. "Es scheint moderate Signale zu geben. Es sieht nicht danach aus, als ob wir am Abgrund stehen. Es sieht eher so aus, als ob es einigermassen nach oben geht. Im Juli war das so. Und die ersten Indikationen für August sind nicht so schlecht. So wie es geht, scheinen wir uns langsam zu erholen," sagte er.

Ciba übertraf mit dem Quartalsausweis die Erwartungen. An der Börse stiegen die Titel bis gegen 10.25 Uhr um 3,7 Prozent auf 112 Franken. Der Gesamtmarkt tendierte 1,3 Prozent höher und der DJ Stoxx-Chemical-Index war 1,7 Prozent fester.

Anlysten bewerteten den Ausweis dann auch positiv. Bernd Pomrehn von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) schrieb von einem Ergebnis über den Erwartungen und einem positiven Ausblick. Die ZKB stuft Ciba weiter mit "marktgewichten" ein. Julius Bär-Analyst Beat Alpiger zeigte sich nach dem besser als erwarteten Resultat weiter positiv für die langfristigen Aussichten von Ciba. Wegen der relativ besseren Entwicklung der Ciba-Aktien könnte aber das weitere Potenzial begrenzt sein. Julius Bär stuft Ciba weiter mit "hold" ein.

Ciba will die Konsolidierung der Branche weiter genau beobachten. Laut Finanzchef Jacobi verfügt das Unternehmen über viel Geld, falls sich die richtige Gelegenheit bietet. Ciba hat im ersten Halbjahr über drei Millionen eigene Aktien verkauft, sagte Jacobi. Der Erlös daraus sei ins Eigenkapital geflossen und nicht in die Ertragsrechnung. Die Schulden wurden damit und durch den Cash Flow weiter abgebaut. Per Ende Juni lag die Nettoverschuldung unter 1,75 Milliarden Franken und war damit um 1,5 Milliarden Franken geringer als vor JahreFrankenist und unterbot laut Ciba auch die gesteckten Ziele.

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