Drei Sprengstoffanschläge in Südrussland
21 Menschen starben nach Anschlag in Südrussland

Am Wochenende sind drei Sprengstoffanschläge in Südrussland verübt worden. In Mineralnije Wodi wurden dabei 19 Menschen getötet und über 100 verletzt. In der Stadt Tscherkessk starben 2 Polizisten. 12 Personen wurden in Jessentuki verletzt.

Reuters MINERALNIJE WODI. Bei drei Sprengstoffanschlägen im Süden Russlands sind am Samstag nach offiziellen Angaben 21 Menschen getötet worden. Zudem habe es 142 Verletzte gegeben, teilte die Regionalpolizei mit. Allein 19 Menschen seien bei der Explosion einer Autobombe auf dem Marktplatz von Mineralnije Wody in der Region Stawropol getötet und über 100 verletzt worden. In der Stadt Tscherkessk wurden zwei Polizisten bei der Inspektion eines verdächtigen Fahrzeuges getötet, das plötzlich detonierte. In Jessentuki wurden zwölf Personen ebenfalls bei der Explosion einer Autobombe verletzt. Präsident Wladimir Putin berief den Sicherheitsrat ein und kündigte an, es werde alles getan, um die Mörder zu finden.

Die Nachrichtenagentur Interfax meldete, Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow persönlich habe die Ermittlungen an sich genommen. Ein Sprecher im russischen Präsidialamt sagte: "Es scheint, als hätten sich geplante Terror-Anschläge ereignet. Sie alle fanden fast zeitgleich statt." Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Sergej Iwanow, sagte im Fernsehen, möglicherweise steckten die Aufständischen in Tschetschenien hinter den Anschlägen. Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Stawropol grenzt an Tschetschenien und Tscherkessien, die beide zur Russischen Föderation gehören. Bei dem Anschlag in Tscherkessk hatten die beiden Polizisten ihren Kollegen zufolge die Umgebung des verdächtigen Fahrzeugs abgesperrt, um das Auto sorgfältig zu untersuchen. Kurz darauf sei der Sprengsatz detoniert. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden.

Nach dem Anschlag riegelten Sicherheitskräfte Mineralnije Wodi ab und bewachten Industriebetriebe, Schulen und Krankenhäuser. Durch die Wucht der Explosion wurden mehrere Häuser schwer beschädigt. Fenster zerbarsten, Fahrzeugtrümmer wurden durch die Luft geschleudert. Abgerissene Körperteile von Opfern lagen verstreut am Explosionsort.

In der Vergangenheit waren im Süden Russlands mehrfach Bombenanschläge verübt worden, für die meist Separatisten aus der nach Unabhängigkeit strebenden Kaukasus-Republik Tschetschenien verantwortlich gemacht wurden. Die Unabhängigkeitserklärung Tschetscheniens wird von der Regierung in Moskau aber nicht anerkennt. Russische Bundestruppen führen seit rund anderthalb Jahren einen Feldzug gegen die tschetschenischen Unabhängigkeitskämpfer.

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