Drei Tage nach Beginn der Gefängnisrevolte
Türkische Häftlinge haben noch 23 Geiseln in ihrer Gewalt

dpa ISTANBUL. Drei Tage nach Beginn der Gefängnisrevolte in der westtürkischen Stadt Ufak haben Häftlinge noch immer 23 Geiseln in ihrer Gewalt. In der Nacht seien zwei, am Freitag drei Geiseln frei gelassen worden, berichteten türkische Medien. Nach neuesten Angaben sind bei dem Streit zwischen rivalisierenden Banden seit Mittwochabend mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Opfer seien zum Teil geschlagen, gefoltert und aus dem Fenster der Haftanstalt geworfen worden.

Am Freitag waren mehrfach Schüsse aus der Haftanstalt zu hören. Mindestens ein Bandenchef soll jüngsten Berichten zufolge aus dem Gefängnis gebracht worden sein. Einzelheiten waren nicht bekannt. Türkische Behörden gaben am Freitag keine Stellungnahme ab. In türkischen Gefängnissen kommt es immer wieder zu Aufständen. In den meisten Gefängnissen können sich die Häftlinge relativ frei bewegen, müssen aber in Räumen mit bis zu 100 Menschen schlafen.

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