Drei Verletzte
Erneut Angriffe auf Wahlbeobachter in Simbabwe

In Simbabwe sind zwei Tage nach den südafrikanischen Wahlbeobachtern am Sonntag auch Beobachter der Entwicklungsgemeinschaft Südliches Afrika (SADC) angegriffen worden.

dpa CHINHOYI. Drei von ihnen wurden verletzt, als ihr Auto nördlich der Haupstadt Harare von Anhängern mit Steinen beworfen wurde. Delegationsleiter Duke Lefhoko war nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückweg von einer Wahlveranstaltung der oppositionellen Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) in Chinhoyi, rund 110 Kilometer nördlich von Harare. Ein Stein zerschlug das Rückfenster des Fahrzeugs. Die Glassplitter verletzten drei Delegationsmitglieder aus Botswana. "Das Auto war klar erkennbar gekennzeichnet", erklärte er.

Fünf weitere Autos des Konvois seien ebenfalls getroffen worden, darunter das einer TV-Mitarbeiterin. "Uns hat ein Felsbrocken durch die Windschutzscheibe erwischt, und dann hatte ich im ganzen Gesicht Glassplitter", sagte sie. Augenzeugen wollen erkannt haben, dass die Angreifer T-Shirts der regierenden ZANU(PF)-Partei trugen.

In Harare wurde am Sonntag eine MDC-Wahlkampfveranstaltung von ZANU(PF)-Anhängern angegriffen, so dass sie vorzeitig abgebrochen werden musste. Am vergangenen Freitag waren bei einem Angriff von Regierungsanhängern auf ein Wahlbüro der Opposition in Kwekwe zwei südafrikanische Wahlbeobachter verprügelt worden.

In Simbabwe finden am 9. und 10. März Wahlen statt, bei denen der seit 22 Jahren regierende Präsident Robert Mugabe (78) ein weiteres sechsjähriges Mandat anstrebt. Als aussichtsreichster Herausforderer gilt der MDC-Vorsitzende Morgan Tsvangirai. Angesichts zahlreicher Menschenrechtsverletzungen vor den Wahlen haben die USA und die Europäische Union Sanktionen gegen Mugabe und sein Kabinett verhängt.

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