Drei von fünf Tätern sind Männer
"Weihnachtsrekord" bei Ladendiebstählen

Die europäischen Einzelhändler befürchten wegen der Euro-Einführung und der schlechten Wirtschaftslage einen starken Anstieg der Ladendiebstähle im Weihnachtsgeschäft. Sie rechnen damit, dass Waren im Wert von 3,2 Milliarden Euro geklaut werden.

HB/dpa HEPPENHEIM. Das geht aus einer Umfrage des englischen Wirtschaftsinstituts "Centre for Retail Research" (Nottingham) hervor. Laut Umfrage geben die Einzelhändler drei Gründe für ihre Befürchtung an: So hätten sich viele Konsumenten nicht richtig auf den Euro eingestellt, zu viel Geld ausgegeben und sich verschuldet. Jetzt suchten sie nach Wegen, ihre Weihnachtsgeschenke auf "billigem Wege zu besorgen". Der Anstieg der Arbeitslosigkeit führe zu einer ähnlichen Entwicklung. Außerdem griffen im Weihnachtsgeschäft neben kriminellen Banden verstärkt auch Gelegenheitsdiebe zu. Die Studie geht davon aus, dass in den sechs Wochen vor dem Fest etwa 228 000 Diebe in Europa gefasst werden.

Nach den vorliegenden Zahlen wird im Weihnachtsgeschäft doppelt so viel gestohlen wie in den anderen Monaten des Jahres. Dabei seien die Diebstähle durch das eigene Personal und Kreditkartenbetrug noch nicht eingerechnet. Auch der Durchschnittswert der gestohlenen Waren liege mit rund 122 Euro mehr als doppelt so hoch wie bei den Produkten, die während des Jahres entwendet werden (57 Euro). Drei von fünf Tätern seien Männer, die vor allem nach hochwertigen Spirituosen griffen. Den größeren Schaden verursachten allerdings die weiblichen Diebe, die sich in erster Linie für Uhren, Schmuck, Parfüm und Modeartikel interessierten.

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