Drei Weltraumausstiege geplant
Atlantis auf dem Weg zur Raumstation

Die US-Raumfähre Atlantis ist nach einem Bilderbuchstart am Weltraumbahnhof Cape Canaveral am Dienstag auf die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation (ISS) eingeschwenkt.

HB/dpa CAPE CANAVERAL. Die Fähre, die neben einem neuen Gerüstteil auch ein Fitnessgerät für die Langzeitbewohner an Bord hat, soll am Mittwoch um 16.25 Uhr MESZ andocken, teilte die Weltraumbehörde NASA mit. Für die dreiköpfige Langzeitbesatzung der ISS ist es der erste Besuch seit Beginn ihrer Mission Anfang Juni.

Die sechsköpfige Atlantis-Crew wurde am Dienstagmorgen um 4.45 Uhr (US-Zeit) mit Klängen von "Venus and Mars" von Paul McCartney and den Wings geweckt, teilte die NASA mit. Den Song hatte die Frau von Astronaut Dave Wolf bestellt.

Nach viermonatiger Zwangspause und wetterbedingten Verzögerungen hob die Raumfähre am Montag bei strahlend blauem Himmel um 15.46 Uhr (21.46 Uhr MESZ) in Cape Canaveral in Florida ab. Der Start wurde von einer neuen 760 000 Dollar teuren Kamera aufgenommen und live zur Erde übertragen, die an einem Außentank des Shuttles montiert war.

Die sechsköpfige Atlantis-Crew hat drei Weltraumausstiege geplant, um den Ausbau der Raumstation voranzutreiben. Kernstück ihres Arbeitseinsatzes ist ein fast 14 Meter langes Gerüstteil, das an der Außenwand montiert und später unter anderem Radiatoren halten soll. Es hat rund 390 Mill. Dollar gekostet. Das Teil enthält insgesamt müssen 24 Kilometer Kabel die an die Raumstation angeschlossen werden müssen. Dafür sind drei Weltraumausstiege nötig. Der erste ist bereits für Donnerstag geplant.

Ursprünglich waren für den Sommer mehrere Shuttle-Besuche geplant, doch zwangen winzige Risse in der Leitungsschutzschicht der Shuttles die Weltraumbehörde NASA zu umfangreichen Reparaturarbeiten. Ein Ingenieur entdeckte die Risse zunächst in der Atlantis. Bei einer Überprüfung wurden solche Risse auch in den anderen Fähren Discovery, Columbia und Endeavour festgestellt.

Vergangene Woche machte Hurrikan "Lili" den Astronauten einen Strich durch den geplanten Start. Die Ausläufer wurden zwar nicht am Raumfahrtzentrum in Florida erwartet, jedoch hätte der Hurrikan das Kontrollzentrum in Houston lahm legen können. Der Hurrikan schwächte sich jedoch derart ab, dass das Kontrollzentrum verschont blieb.

Die Atlantis soll elf Tage im All bleiben. Die Langzeitbesatzung - die Russen Waleri Korsun und Sergej Treschtschow sowie die Amerikanerin Peggy Whitson - sollen am 11. November zur Erde zurückkehren und durch eine frische Crew ersetzt werden.

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