Drei Zinssätze
Hintergrund: Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank

ddp.vwd BERLIN. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) entscheidet in der Regel alle zwei Wochen über die Höhe der Leitzinsen in der Euro-Zone. Vor Beginn der Währungsunion gab es in Deutschland die Leitzinsen Diskont- sowie Lombardsatz. Die EZB operiert hingegen mit drei Zinssätzen:

Hauptrefinanzierungssatz

Der maßgebliche Zins ist der Hauptrefinanzierungssatz. Er legt den Mindestzins fest, den Geschäftsbanken der EZB für einen Kredit mit zweiwöchiger Laufzeit im Rahmen der so genannten Tenderauktionen bieten müssen. Die Währungshüter entscheiden je nach Nachfrage über die zugeteilte Geldmenge und den schließlich zu zahlenden Zins.

Spitzenrefinanzierungssatz

Neben diesen wöchentlichen Auktionen hält die EZB auch kurzfristig Mittel für Geschäftsbanken verfügbar, die so genannte Spitzenrefinanzierungsfazilität. Kredite aus dieser Fazilität haben eine Laufzeit von einem Tag. Der Zins, den Banken für das über Nacht geliehene Geld zu zahlen haben, ist der Spitzenrefinanzierungssatz. Er liegt in der Regel rund einen Prozentpunkt über dem Hauptrefinanzierungssatz.

Einlagefazilitätssatz

Die Einlagefazilität ist das Gegenstück zur Spitzenrefinanzierungsfazilität. Sie gibt Banken die Möglichkeit, Guthaben bis zum nächsten Geschäftstag bei der Zentralbank anzulegen. Die Verzinsung gibt der Einlagefazilitätssatz an.

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