Drei Züge im Gespräch
Schanghai will Studie zu Transrapid bald abschließen

Chinas Wirtschaftsmetropole Schanghai will bis Ende November eine Machbarkeitsstudie zum Bau der Magnetschnellbahn Transrapid abschließen. Bei einer positiven Bewertung wolle die Stadtführung dann mit dem deutschen Transrapid-Anbieter, dem Konsortium aus Thyssen-Krupp, Siemens und Adtranz, einen Vertrag aushandeln,

dpa SCHANGHAI. Chinas Wirtschaftsmetropole Schanghai will bis Ende November eine Machbarkeitsstudie zum Bau der Magnetschnellbahn Transrapid abschließen. Bei einer positiven Bewertung wolle die Stadtführung dann mit dem deutschen Transrapid-Anbieter, dem Konsortium aus Thyssen-Krupp, Siemens und Adtranz, einen Vertrag aushandeln, berichtet die Zeitung "Shanghai Daily" am Dienstag als Ergebnis eines Treffens zwischen der chinesischen und deutschen Seite.

Es sei zu hoffen, dass das gesamte Projekt bis zum Frühjahr 2003 abgeschlossen werden könne, zitiert den Zeitung den China- Repräsentanten von Thyssen-Krupp, Hartmut Heine. China will dem Bericht zufolge drei Magnetzüge aus Deutschland bestellen, von denen zwei für den sofortigen Einsatz gedacht seien.

Die geplante 35 Kilometer lange Strecke soll den neuen Flughafen Schanghais mit dem Stadtzentrum verbinden und die Fahrtzeit von einer Stunde (mit dem Auto) auf weniger als zehn Minuten reduzieren. In Peking hieß es zuvor, die Vorbereitungen seien so weit gediehen, dass am 15. Dezember in Peking die Vertragsunterzeichnung geplant sei.

Die deutschen Anbieter sehen die erste Transrapid-Strecke in Schanghai als einen Einstieg in China. Als weitere mögliche Strecken nannte der Vorsitzende des Konsortiums, Gerhard Wahl, nach Angaben der "Shanghai Daily" Verbindungen zwischen Peking und Tianjin, Schanghai und Nanjing sowie Schanghai und Hangzhou.

Die Finanzierung des etwa zwei Mrd. DM teuren Projekts wird nach früheren Angaben zu einem Drittel von der chinesischen Betreibergesellschaft übernommen. Jeweils ein weiteres Drittel soll von chinesischen sowie deutschen oder anderen ausländischen Banken kommen. Auf deutscher Seite werde noch verhandelt, ob das Drittel mit zinsgünstigen oder rein kommerziellen Krediten finanziert werden soll. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sich auch ausländische Banken beteiligen.

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