Dreifach-Fusion: Aceralia, Usinor und Arbed
Stahlunternehmen verhandeln über Newco

dap-afx MADRID/PARIS. Auf Wunsch des spanischen Partners überarbeiten die Stahlunternehmen Aceralia SA, Usinor und Arbed ihren Fusionsvertrag. Aceralia wünsche eine Senkung des Anteils der Franzosen im neuen Stahlkonzern mit dem vorläufigen Namen Newco, teilte die Usinor SA am Freitag in Paris mit.

Das Ergebnis der Verhandlungen werde am 21. November den Unternehmensgremien zur Billigung vorgelegt werden, hieß es. Über die möglichen neuen Beteiligungsverhältnisse am neuen Unternehmen wollte sich Usinor nicht äußern. Die Acelaria-Aktie wurde nach der Ankündigung vorübergehend vom Handel ausgesetzt.

Ursprünglich war bei der Dreifach-Fusion ausgehandelt worden, dass Usinor 56,5 Prozent, Arbed 23,4 und Acelaria 20,1 Prozent an dem neuen Unternehmen halten werden. Mit Newco soll der weltgrößte Stahllieferant mit einer Jahresproduktion von 46 Millionen Tonnen Rohstahl, 30 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 11 000 Mitarbeitern entstehen.

Laut einem Bericht des "Handelsblatt" in der vergangenen Woche wird aus Brüssel bereits in der kommenden Woche mit dem Einverständnis des Wettbewerbskommisars Mario Monti gerechnet. Allerdings hätten die Firmen Brüssel dafür eine Drosselung ihrer Stahlproduktion und den Verkauf von Beteiligungen zusagen müssen.

Die Branche befindet sich seit einiger Zeit in Schwierigkeiten, zumal der Großabnehmer Automobilindustrie Absatzprobleme hat. Thyssen-Krupp hat in den vergangenen Monaten bereits mehrfach seine Ertragsprognosen gesenkt.

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