Dreifacher Hexensabbat
Nasdaq belastet Neuen Markt

Der Frankfurter Neue Markt hat am Freitag mit Verlusten eröffnet und psychologisch wichtige Haltepunkte auf dem Weg nach unten durchbrochen.

dpa-afx FRANKFURT. Bis 9.10 Uhr verlor der Nemax 50 1,6 % auf 1 494,94 Zähler und notierte damit unterhalb der 1 500-Punkte-Marke. Der Nemax All-Share verbuchte ein Minus von 0,92 % auf 1 598,55 Punkte und durchbrach damit die 1 600-Punkte-Linie.

Die US-Technologiebörse Nasdaq ist am Donnerstag mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Nasdaq Composite Index gab bis Handelsschluss 3,66 % auf 2 044,07 Punkte nach. Der Blue-Chip-Index Nasdaq 100 beendete den Handel mit einem Minus von 4,40 % auf 1 711,39 Punkte.

Die Gewinnwarnung des finnischen Herstellers von Mobiltelefonen Nokia und des französischen Halbleiterhersteller STMicroelectronics habe insbesondere die Technologiewerte unter Druck gebracht. Der am Freitag anstehende "dreifache Hexensabbat" habe erneut für große Volatilität gesorgt, sagten Händler. Heute laufen Futures, Index-Optionen und Aktien-Optionen aus.

Zwei Großaufträge für Nordex

Balda führten die Verliererliste an, nachdem der Hersteller von Handy-Gehäusen seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr mehr als halbiert hatte. Gleichzeitig wurde die Gewinnprognose von 49,5 Cent auf 40 Cent pro Aktie reduziert und soll damit auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Aktie brach um 14,79 % auf 12,10 Euro ein.

Die Nordex AG startet mit zwei Großaufträgen aus Norddeutschland in ihr zweites Geschäftshalbjahr. Für zusammen 37 Mill. Euro soll die Nordex-Gruppe in Brandenburg und in Schleswig-Holstein schlüsselfertige Windparks mit insgesamt 28 Anlagen der Megawattklasse errichten, heißt es in einer Pflichtveröffentlichung des Unternehmens. Die Fertigstellung sei noch in diesem Jahr geplant. Nordex verbesserten sich um 0,56 % auf 9,05 Euro.

Saltus Technology verloren 2,63 % auf 5,55 Euro. Der Quartalsüberschuss des Herstellers von Drehmoment- und Messtechik sowie Präzisionsteilen für das zweite Quartal 2001 war deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Er ging einer Pflichtveröffentlichung zufolge von 240 000 DM auf 80 000 DM zurück.

Brokat gibt weiter nach

Brokat finden sich erneut auf der Verliererliste. Die Aktie gab bei relativ hohen Umsätzen weitere 7,33 % auf 3,16 Euro nach.

Direkt Anlage Bank verloren 6,25 % auf 16,50 Euro. Am Vortag hatte die US-Investmentbank Merrill Lynch ihre Gewinnprognose für die Charles Schwab Corp gesenkt. Handelsvolumen und Einlagenhöhe des Wertpapierhandelshauses, das ein umfangreiches Online-Brokerage-Geschäft betreibt, waren deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück geblieben.

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