Dresdner Bank / Allianz
Kommentar: Sinn-Frage

Bislang wurde die Frage nach dem Sinn der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz im Haus des Münchener Versicherungsriesen eher leise gestellt. Doch nach dem jüngsten Ergebnis der Dresdner Bank dürfte die Kritik immer lauter werden.

po. Denn die Bank entwickelt sich zunehmend zum Klotz am Bein der Allianz. Allein im vierten Quartal schlägt ein Verlust von rund 1 Mrd. DM zu Buche. Allzu blauäugig mag man im Sommer 2001 gewesen sein, was die Integration und das gewiss wichtige Thema Allfinanz anging - nicht ohne Grund waren schon andere Versuche des Zusammengehens von Versicherern und Banken gescheitert. Die sicherlich vorhandenen Vertriebs-Potenziale sind angesichts der kulturellen Unterschiede schwer zu heben. Und die Allfinanz wird erst in einigen Jahren wirklich Gewinn abwerfen. Doch muss man sich dafür extra eine Bank kaufen? Analysten halten das Modell des großen Konkurrenten Münchener Rück mit Mehrheits-Beteiligungen an der Hypovereinsbank und der Commerzbank ohnehin für sinnvoller.

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